Auftritt nun in evangelischer Kirche

Zierenberger Chor Just Voices: Fit für das Jubiläumskonzert

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Lenkt seine Sängerinnen und Sänger mit viel Freude und Engagement durch die Welt der Chormusik: Andreas Kowalczyk.

Zierenberg. Gott sei Dank. Die neuen Plakate fürs Jubiläumskonzert der Just Voices sind angekommen. Chorleiter Andreas Kowalczyk hat sie gerade frisch aus der Druckerei mit zur Generalprobe in die evangelische Stadtkirche gebracht.

Freude und Erleichterung sind groß, schließlich hoffen die Sängerinnen und Sängern zu ihrem 15-Jährigen auf ein volles Haus, und dafür müssen die Menschen im Warmestädtchen schnellstmöglich informiert werden, dass der Auftritt am kommenden Samstag nicht wie geplant in der katholischen, sondern in der evangelischen Kirche stattfinden wird.

Eingespieltes Team: Notenwartin Anneliese Weber und Chorleiter Andreas Kowalczyk.

„Aus organisatorischen Gründen mussten wir umdisponieren“, sagt Hans-Joachim Stricker, Vorsitzender des Zierenberger Gesangvereins, dem neben den „Just Voices“ auch die Ensembles „Die Stimmen“ und „man(n) singt“ angehören. 

Alle gemeinsam wollen dem Konzertmotto „Mit Herz und Seele“ ihre Stimmen geben, und dafür ist jetzt nochmal voller Einsatz gefragt. Ihr musikalischer Chef Andreas Kowalczyk will keine Zeit verlieren, lässt Stricker noch fix ein paar organisatorische Punkte klären, und schon geht’s ans Eingemachte. „Singen, das macht Freude“, schallt es durchs Gotteshaus. „Ich möchte sehen und hören, dass Ihr alle bei mir seid“, ruft Kowalczyk ihnen zu, schnipst einmal mit den Fingern und hat die Aufmerksamkeit seiner Truppe ganz für sich.

Perfekt aufgestellt

Mit einem schwingenden „Oooh“ will er die Raumakustik testen. „Einen Ton höher bitte, nun halten und dann langsam raus damit.“ Routiniert führt er die Chormitglieder durchs Aufwärmprogramm, bis er mit dem Gehörten zufrieden ist und zur Stellprobe nach vorn bittet. Schnell hievt er noch einen schweren Kerzenleuchter zur Seite, denn er braucht Platz, um allen Mitwirkenden ihre Plätze rund um den Altar zuzuweisen. Es dauert nicht lange, bis sich aus dem quirligen Durcheinander ein perfekt aufgestellter Chor geformt hat und eine Flöte den Ton zum „Vaterunser“ vorgibt.

Kowalczyk kann sich voll und ganz auf das Programm konzentrieren, das Sortieren der Notenblätter hat ihm wie immer Anneliese Weber abgenommen. „Andreas hat genug zu tun“, sagt die 84-Jährige, die seit mehr als 30 Jahren in Zierenberg singt, weil es „unglaublich viel Freude bereitet und jung hält.“ Weber ist die älteste Sängerin in Zierenberg, steckt mit ihrer Freude auch die jüngeren an. So auch Regina Goldmann, die erst seit gut einem Jahr mit an Bord ist: „Ich hätte nie gedacht, dass mir das Singen so viel Spaß macht, ich bin während der Proben ganz bei mir, alles andere ist dann zweitrangig, und ich genieße den Moment.“

So geht es auch den anderen, die vom „Vaterunser“ direkt weiter hüpfen zum „Gloria“. Strahlende Gesichter will Andreas Kowalczyk sehen, „das ist schließlich Lobpreis“. Er muss es nicht zweimal sagen, die Vorfreude aufs Konzert ist derart groß, dass die Sängerinnen und Sänger von ganz allein strahlen – das ist nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören.

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