„Ampel ist keine Lösung“

Zierenberger Parlament drängt auf Entschärfung der Kreuzung

Gefährlicher Knotenpunkt: An dieser Kreuzung in der Nähe des Guts Bodenhausen, sind innerhalb der vergangen sechs Jahre zehn Unfälle mit vielen schwer verletzten Menschen passiert.
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Gefährlicher Knotenpunkt: An dieser Kreuzung in der Nähe des Guts Bodenhausen, sind innerhalb der vergangen sechs Jahre zehn Unfälle mit vielen schwer verletzten Menschen passiert.

Noch vor der Stadtverordnetenversammlung fand in Zierenberg eine Bürgersprechstunde statt, zu der sich auch Friedel Emmert äußerte. Er war Unfallopfer bei einem der Unfälle an der Kreuzung bei Gut Bodenhausen.

Zierenberg – Eindrücklich appellierte er, nicht locker zu lassen und sich nicht mit der Lösung einer Ampel zufriedenzugeben. Weil genau dieses Thema Bestandteil der Tagesordnung des Parlaments war, durfte im Vorfeld nicht darüber diskutiert werden. In der Sitzung gab es einen FDP-Antrag, der genau auf dieses Thema zielte: die Entschärfung der gefährlichen Kreuzung.

Deshalb haben die Stadtverordneten einstimmig den Magistrat beauftragt, sich direkt an Hessen Mobil zu wenden, und nach einer anderen Lösung zu suchen. Favorit ist ein Kreisel oder die Verschwenkung der Straße, statt die von der Unfallkommission vorgeschlagene Ampellösung. „Wir müssen weiter intensiv daran arbeiten, eine Lösung zu finden. Auch wenn es länger dauert. Eine Ampel ist nicht die Lösung“, sagte Dr. Bärbel Mlasowsky von der UFW. Im FDP-Antrag wird die Verschwenkung der Straße vorgeschlagen, um die Sichtachse zu verändern.

Wie berichtet sind an dieser Kreuzung zahlreiche Menschen verunglückt und zum Teil schwer verletzt worden. In acht Fällen lautete die Unfallursache laut Polizei „Nichtbeachten der die Vorfahrt regelnden Verkehrszeichen“. Insgesamt zehn schwere Unfälle wurden innerhalb der vergangenen sechs Jahre dort aufgenommen, der jüngste Unfall mit sechs Verletzten, darunter drei Kinder, geschah Anfang Februar. Die Unfallkommission hatte sich vor Ort ein Bild gemacht und kam zu dem Entschluss, akut weitere Schilder aufzustellen und zog eine Ampelregelung in Betracht.

Die FDP stellte einen Antrag, dass der Magistrat mit Hessen Mobil Gespräche aufnehmen soll, um eine entschärfende Lösung für diese Kreuzung der Landesstraßen 3390 und 3220 zu finden. Dieser Beschluss wurde nun bei der Sitzung am Montagabend durch die Stimmen aller Fraktionen auf den Weg gebracht.

Ein Kreisel würde sich zeitnah nicht realisieren lassen. Denn dafür müsste zunächst Baurecht geschaffen werden, wie Hessen Mobil vor einiger Zeit erklärte. Die Landesstraße soll im Frühjahr bis zum besagten Knotenpunkt saniert werden. Dann könnten bereits Leerrohre für die Stromversorgung für eine Ampelanlage mit verlegt werden.

Sowohl die FDP in Zierenberg, als auch die Freien Wähler im Kreis haben bereits Dringlichkeitsanträge zur Entschärfung des Kreuzungsbereichs gestellt, beide Anträge wurden beschlossen. Der Tenor aller Fraktionen im Zierenberger Stadtparlament ist eindeutig für eine Kreisel-Variante oder eine Verlegung und damit Entschärfung der Landesstraße, die nach Ehlen führt. Denn diese Strecke ist von der Kreuzung aus nur für einen kurzen Moment einsehbar.

Bürgermeister Rüdiger Germeroth (Stadt Zierenberg) und sein Amtskollege der Gemeinde Habichtswald, Dr. Daniel Faßhauer, sind ebenfalls sehr an einer zügigen Entschärfung der Kreuzung interessiert. (Monika Wüllner)

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