Gut 2000 Schmöker in neuem Raum

Zierenberger Stadtbücherei zieht ins neue Jugendhaus

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Zwischen Biografien und Fantasy: Bürgermeister Stefan Denn, Angelika Malucha und Erika Zatsch fühlen sich wohl in der neuen Zierenberger Stadtbücherei. 

Zierenberg. 2000 Bücher füllen diverse Meter Regal in Zierenbergs neuen Stadtbibliothek. Angelika Malucha und Erika Zatsch blicken zufrieden auf die Bände, die sie  gesichtet und sortiert haben. 

Die Rentnerinnen werden künftig Zierenbergs Bücherwürmer mit Lesefutter versorgen, sich um die Ausleihe kümmern. 

„Es ist absolutes Neuland für uns, aber wir freuen uns drauf“, sagt Angelika Malucha, die die ehrenamtliche Leitung von Seiten der Stadtverwaltung angeboten bekam und gern annahm. Sich ehrenamtlich engagieren ist für sie nichts Ungewohntes. Sie hat sich bereits an der Zierenberger Grundschule in der Hausaufgabenbetreuung eingebracht, so wie auch Erika Zatsch. Als das Angebot der Stadt wegen der Bibliothek kam, holte Malucha Zatsch ins Boot.

Ohne Computer

„Wir haben so ein bisschen Ahnung“, untertreibt Erika Zatsch, die eigene Qualifikation beschreibend „Wir lesen gern“. Und so sind ihnen die Titel und Genres nicht fremd. Man kann die Kundschaft kompetent beraten. „Alles andere hoffen wir, uns hier anzueignen“. Dazu gehört das Eintragen der Ausleihen in die Karteikarten der Kunden, Papierkram im wahrsten Sinne des Wortes, denn einen Computer gibt es in der Bücherei nicht. Das sei auch ganz bewusst so, wie Angelika Malucha betont. Man wolle die jungen Leute fürs Lesen, für die Lust am klassischen Buch begeistern, quasi ein Gegenpol zum digitalisierten Alltag bieten. Deswegen sei man auch so begeistert, mit der jungen Generation im neuen Jugendhaus an der Ecke Neißer Straße und Dörnbergstraße untergebracht zu sein. Der Stifterin des Jugendhauses, der Zierenberger Bürgerin Edith Meins, sei das auch ein Anliegen gewesen, sagt Bürgermeister Stefan Denn (SPD).

Während die Jugend erst in zwei Wochen ins neue Domizil ziehen wird, sind Malucha und Zatsch schon fertig mit Räumen und Einrichten. Den Transport aus den von der Stadt seit 2013 angemieteten Räumen an der Langen Straße haben die beiden Dank der tatkräftigen Hilfe durch Mitarbeiter der Stadt, deren Partner und auch zweier in Zierenberg lebender Flüchtlinge an einem Nachmittag absolviert.

Jetzt stehen Krimis, Romane, Biografien, Fantasy und Literatur für Kinder und Jugendliche sauber sortiert im gut 50 Quadratmeter großen Raum, in dem eine bequeme Sitzecke zum Schmökern einlädt. Am morgigen Donnerstag wird erstmals geöffnet. Die Öffnungszeiten hat die neue Leitung von ihrer Vorgängerin Ramona Kunz übernommen, die den Posten abgab, um sich, laut Bürgermeister Denn, künftig verstärkt ihrer Aufgabe als Oma widmen zu können.

Ausleihe ist donnerstags von 15 bis 19 Uhr. Die Lesekarte dazu gibt es im Rathaus. Sie kostet pro Jahr zwölf Euro für Erwachsene und sechs für Kinder. Dafür kann man in zwölf Monaten so viele Bücher ausleihen, wie man mag.

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