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Zierenberger Sternsinger starten: Haushalte müssen sich anmelden

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Von: Maike Lorenz

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Die verkleideten Sternsinger und Organisator Stefan Podlaha stehen vor der Haustür von Podlaha. Er steckt einen Geldschein in die Spendendose.
Johanna Wenzel (links), Inés Wagner (zweite von links) und Lea Wagner (rechts) sind von heute bis Samstag als Sternsinger der Kirchengemeinde Zierenberg unterwegs. Organisator Stefan Podlaha steckt schon einmal die erste Spende in die Spendendose. © Maike Lorenz

Im Wolfhager Land gehen auch in diesem Jahr wieder die Heiligen Drei Könige von Tür zu Tür und bringen Segen. Die Sternsinger in Zierenberg starten heute.

Wolfhager Land – Drei lange, weite Roben und drei Kronen: Viel mehr braucht es nicht und aus Johanna Wenzel (18), Inés Wagner (16) und Lea Wagner (17) werden die Heiligen Drei Könige. Von heute an ziehen sie zeitgleich mit fünf anderen Gruppen durch die Straßen von Zierenberg und Umgebung.

Stefan Podlaha (59) organisiert das Sternsingen in Zierenberg. Er sagt: „In diesem Jahr haben sich zwei Sternsinger-Gruppen mehr als im letzten Jahr bei mir gemeldet.“ Genügend Freiwillige zu finden, die als Sternsinger um die Häuser ziehen, sei somit momentan kein Problem. Über alle Kinder und Jugendlichen, die gerne Sternsinger werden möchten, freue er sich selbstverständlich trotzdem sehr: „Wenn es noch mehr Sternsinger-Gruppen gäbe, würde ich gezielt neue Haushalte für die Besuche akquirieren.“

Viele Sternsingergruppen sind eingespielte Teams

Einige Sternsinger in Zierenberg seien bereits seit Jahren dabei, berichtet Podlaha. Inés Wagner und Lea Wagner ziehen nun beispielsweise schon seit zehn Jahren als Könige von Haus zu Haus. Auch für Johanna Wenzel ist klar: „In den Winterferien und danach ist Sternsingerzeit.“

In den Winterferien und danach ist Sternsingerzeit.

Johanna Wenzel, Sternsingerin

Die 18-Jährige sagt: „Sternsingerin bin ich hauptsächlich, weil wir das Geld für den guten Zweck sammeln. Außerdem ist es schön, mit Freunden unterwegs zu sein und die Gemeinde besser kennenzulernen. Das sind immer lustige Ausflüge.“

Eine große Motivation, Sternsinger zu werden, sei für viele jüngere Kinder zudem, dass es zusätzlich zur Geldspende an vielen Haushalten auch Süßes für die kleinen Könige gäbe. „Das wiederum finden manche Eltern dann nicht immer so gut“, ergänzt Podlaha.

Bis Sonntag und anschließend nochmals Mitte Januar werden die Sternsinger aus Zierenberg an etwa 300 Haustüren klingeln und mit dem Zeichen „20*C+M+B+23“ einen Segen zu den Menschen bringen. Die Spenden, die sie dabei sammeln, finanzieren Projekte für benachteiligte Kinder in aller Welt.

Haushalte müssen sich für Sternsinger-Besuche anmelden

Sowohl die Zierenberger Sternsinger als auch die Sternsinger aus Bad Emstal, Naumburg und Wolfhagen besuchen nur Haushalte, die sich für die Aktion vorher angemeldet haben. Elisabetha Rößler (66) organisiert den Umzug in Bad Emstal und berichtet: „Am Sonntag finden die Naumburger und Bad Emstaler Aussendungsgottesdienste statt, danach ziehen die Sternsinger los.“

Grund dafür, dass die Sternsinger nun nur noch nach Anmeldung vorbeikämen, sei nicht etwa, dass es zu wenig Sternsinger gäbe. Ziel der Liste sei es vielmehr, die Sternsinger vor negativen Erlebnissen zu schützen: „Es gibt Menschen, bei denen Sternsinger nicht willkommen sind.“ Zu dem Schritt habe man sich unter anderem entschlossen, weil die Sternsinger heute im Durchschnitt jünger seien als früher. (Maike Lorenz)

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