Zierenberger Jugendrotkreuzler absolvierten 24-Stunden-Übung

Mit dabei beim Sommerzeltlager der Jugendrotkreuz (JRK) Zierenberg (von links): Harald Kesper (stellvertretender Bereitschaftsleiter Zierenberg DRK), Neela (8 Jahre), Patrick (24 Jahre), Maximilian (16 Jahre), Claudia Kesper (Gruppenleiterin der JRK Zierenberg), Annabell (16 Jahre), Viktoria (13 Jahre), Tobias Siemund (Rettungssanitäter), Sophie (16 Jahre), (von links vorne) Sophia (9 Jahre), Max (13 Jahre), Katharina (8 Jahre) und Luzie (8 Jahre).

Zierenberg. Ein Auto ist gegen die Wand gefahren. Die zwei Insassen im Fahrzeug sind bewusstlos. Der Beifahrer blutet im Gesicht und aus dem Ohr. Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma. Jetzt heißt es schnell reagieren, die Unfallopfer aus dem Auto holen und medizinisch versorgen. Routiniert bringen die Kinder und Jugendlichen den Patienten in die Schocklage, legen ihm eine Halskrause an und überprüfen seine Atmung und seinen Puls.

Während der 24-Stunden-Übung des Jugendrotkreuz (JRK) Zierenberg stellen die 20 Mädchen und Jungen bei den realitätsnahen Unfällen ihr Können unter Beweis. Doch für die Kinder hieß es während der gestellten Einsätze nicht nur Schwitzen. Im Sommerzeltlager hatten die Teilnehmer im Alter von sieben bis 17 Jahren auch genügend Zeit zum Ausruhen und Spielen. Am Abend stand ein gemütlicher Grillabend an.

Mit dabei beim Sommerzeltlager der Jugendrotkreuz (JRK) Zierenberg (von links): Harald Kesper (stellvertretender Bereitschaftsleiter Zierenberg DRK), Neela (8 Jahre), Patrick (24 Jahre), Maximilian (16 Jahre), Claudia Kesper (Gruppenleiterin der JRK Zierenberg), Annabell (16 Jahre), Viktoria (13 Jahre), Tobias Siemund (Rettungssanitäter), Sophie (16 Jahre), (von links vorne) Sophia (9 Jahre), Max (13 Jahre), Katharina (8 Jahre) und Luzie (8 Jahre).

Wichtig sei, dass die Kinder und Jugendlichen genügend Möglichkeiten bekommen, praktisch zu üben. „Sie sollen so die Scheu an der Arbeit an einem Patienten verlieren“, betont die JRK-Gruppenleiterin Claudia Kesper. Neben dem simulierten Verkehrsunfall warteten auf die Teilnehmer ein schwerer Fahrradunfall, ein Sonnenstich und eine arterielle Blutung. „Damit die Verletzungen realistisch aussehen, haben wir einen Notfalldarsteller hier“, sagt der ausgebildete Rettungssanitäter Tobias Siegmund. Neben dem gemeinsamen Abschluss solle mit dem Sommerzeltlager auch die Zusammengehörigkeit der Gruppe gestärkt und die Kommunikation innerhalb der Teams geschult werden, so der 21-jährige Student.

Für die jungen Teilnehmer ist Helfen eine Selbstverständlichkeit. „Wichtig ist, dass man helfen kann, wenn etwas passiert ist und nicht daran vorbeigeht“, sagt die 16-jährige Annabell, die seit einem Jahr im JRK Zierenberg und seit zwei Jahren im Schulsanitätsdienst der Elisabeth-Selbert-Schule aktiv ist. Der 15-jährige Max ist durch seinen Vater, der beim DRK arbeitet, zur JRK Zierenberg gekommen. „Mich interessieren medizinische Notfälle, und es macht Spaß, in Aktion zu treten“, sagt der Schüler. Überraschend waren die gestellten Einsätze für den 15-Jährigen nicht. „Tobias hat uns sehr gut auf alles vorbereitet.“ Viktoria ist schon seit acht Jahren beim JRK Zierenberg. „Es ist ein schönes Gefühl, Menschen in Not zu helfen und ihnen das Leben zu retten“, sagt die 13-Jährige, die auch von der Gruppe begeistert ist. (pju)

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