Zierenberger Stadtparlament will Windparks im Wald

Bald auch nahe Zierenberg Realität? Das Stadtparlament hat die Planungen für zwei Windparks im Escheberger Wald und dem Hegeholz vorangetrieben. Archivfoto: Norbert Müller

Oberelsungen/Escheberg. Das Zierenberger Stadtparlament hat sich einstimmig für den Bau von Windparks im Hegeholz nördlich von Oberelsungen und im Escheberger Wald ausgesprochen.

Spätestens Ende 2016 sollen die Anlagen in Betrieb genommen werden, um sich die zu diesem Zeitpunkt noch höhere Einspeisevergütung sichern zu können.

Laut des Beschlusses in der Parlamentssitzung am Montag wird das Projekt gemeinsam mit der Forstverwaltung von der Malsburg weiterentwickelt. Der Familie von der Malsburg gehören die Windvorrangflächen im Escheberger Privatwald mit 66 Hektar, während das 21 Hektar große Gebiet Hegeholz städtischer Grund ist. Stadt und von der Malsburg wünschen sich einen gemeinsamen Projektentwickler, zumal die Gebiete fast aneinander grenzen.

Geplant sind im Hegeholz zwei bis drei Windkraftanlage, für Escheberg steht die Zahl noch nicht fest.

Bereits im September hatte die Stadt acht Windkraftanlagenbauer zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Darunter auch die SUN Nordhessen, zu der die Stadtwerke Wolfhagen gehören. Nach Auskunft von Zierenbergs Bürgermeister Stefan Denn liegen inzwischen die günstigsten Angebote von zwei Firmen aus Oldenburg und Wiesbaden vor. Diese Windenergiefirmen werden ihre Planungen demnächst den Mandatsträgern vorstellen.

Bei weiterem Interesse sollen die Firmen Gutachten für die Flächen in Auftrag geben. Einige Unwägbarkeiten für die Genehmigung der Standorte gibt es allerdings noch. So müssen die Heeresflieger in Fritzlar grünes Licht geben, die bisher Tiefflüge in dem geplanten Gebiet absolvieren.

Naturschützer und Forstleute machen sich zudem Sorgen um den Schwarzstorch, dessen Vorkommen im Escheberger Wald als sicher gilt. Laut Regionalplaner seien bekannte Horste allerdings rund zwei Kilometer von dem Planungsgebiet entfernt.

Von Bea Ricken

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