Zierenberger Zentrum Helfensteine wurde für 1,18 Millionen Euro verkauft

Neues Zuhause: Die Gemeinschaft Lebensbogen hat das Zentrum Helfensteine gekauft und will im August dort einziehen. Nachhaltigkeit und Ökologie stehen bei der neuen Nutzung im Mittelpunkt. Foto: privat/nh

Zierenberg. Das Zentrum Helfensteine auf dem Dörnberg wurde für 1,18 Millionen Euro an eine Eigentümergemeinschaft verkauft. Die Stiftung Trias aus Hattingen, die ökologische Wohnprojekte umsetzt, bezahlte für Grund und Boden 493 000 Euro, die Gebäude gehören nun der Gemeinschaft „Lebensbogen", die 687 000 Euro zahlte.

Der bisherige Eigentümer George Reinhart hatte den ehemaligen Landesjugendhof vor zehn Jahren gekauft und in ein Tagungs- und Seminarzentrum mit ganzheitlicher Ausrichtung umgewandelt.

Bei der Lebensgemeinschaft „Lebensbogen“ steht der Gedanke der Nachhaltigkeit, der sich durch ökologisches Gleichgewicht, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Sicherheit auszeichnet, im Mittelpunkt.

„Wir möchten uns in die Stadt Zierenberg eingliedern und gut mit ihr vernetzen.“

„Wir wollen im August zunächst mit 18 Personen einziehen, bis zum Januar werden weitere Mitglieder folgen“, erklärt die Sprecherin Martina Beaumont. Darunter Familien, Paare, Singles und Senioren aus ganz Deutschland. Sie verlassen ihre bisherigen Wohnorte und wollen auf dem Dörnberg nachbarschaftlich und generationenübergreifend leben und arbeiten.

Hierfür haben die Mitglieder eigens eine Genossenschaft sowie einen gemeinnützigen Verein Projekt-Lebensbogen gegründet. Der Verein für Bildung, Soziales, Kultur und Ökologie will perspektivisch das jetzige Zentrum Helfensteine unter anderem Namen zu einem Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung ausbauen. Dabei sollen das Naturparkzentrum und das Tagungshaus erhalten bleiben. Neben dem Angebot von projekteigenen Seminaren soll es die Möglichkeit geben, Räume für Tagungen und Kongresse, für Seminare und Workshops anzumieten.

„Wir möchten uns in die Stadt Zierenberg eingliedern und uns gut mit ihr vernetzen“, betont Beaumont. So werden die Kinder der Gemeinschaft auch in Zierenberg zur Schule gehen.

Das „Café Eden“ werde noch bis zum Frühling vom derzeitigen Pächter weitergeführt. Später will die Gemeinschaft dort einen Treffpunkt für Begegnung und Austausch einrichten.

Die ökologische Ausrichtung der Gruppe soll sich auch in den Bereichen Ernährung, Energie und Mobilität widerspiegeln. So wird es auf dem Dörnberg Bioprodukte geben. Derzeit suche man nach einem Ökostromanbieter und werde auch auf Elektromobilität setzen. „Wir möchten andere mit unserer Lebensform begeistern“, so Martina Beaumont.

Kontakt: www.lebensbogen.org

Von Bea Ricken

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