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„Zu gutem Essen gehört gute Pasta“

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Von: Johannes Rützel

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Auf dem Foto flambiert Angelina Giantomaso Garnelen, Cocktailtomaten, Chilischoten und Knoblauch mit Branntwein. Später kommen Spaghetti dazu – das Leibgericht ihres Sohnes Pasquale und der Favorit vieler ihrer Gäste.
Auf dem Foto flambiert Angelina Giantomaso Garnelen, Cocktailtomaten, Chilischoten und Knoblauch mit Branntwein. Später kommen Spaghetti dazu – das Leibgericht ihres Sohnes Pasquale und der Favorit vieler ihrer Gäste. © Rützel, Johannes

Angelina Giantomaso kocht im Restaurant San Marco in Ehlen Spaghetti al Scampi. Wir haben sie am Weltnudeltag gefragt, was gute Pasta ausmacht.

Habichtswald – „Zum Kochen muss man sich Zeit nehmen und mit Liebe an die Sache rangehen“, philosophiert Angelina Giantomaso.

Seit 1995 wird am 25. Oktober der Weltnudeltag gefeiert. Die Nudel ist einer der Exportschlager der italienischen Küche. Rund 22 000 italienische Restaurants gibt es in Deutschland, das sind durchschnittlich etwa zwei pro Kommune. Angelina Giantomaso kocht seit 28 Jahren im Restaurant San Marco in Ehlen. Die HNA hat der Italienerin beim Kochen über die Schulter geschaut und sie gefragt, was gute Pasta ausmacht.

Die 59-jährige Italienerin muss es wissen: Seit 28 Jahren kocht sie im Restaurant San Marco in Ehlen, sie ist dort hauptsächlich für die Gerichte mit Pasta zuständig.

Angelina Giantomaso mit ihrem Sohn Pasquale. Gekocht hat sie Spaghetti mit Garnelen: Es ist nicht nur das Leibgericht ihres Sohnes, sondern auch bei den Gästen des Restaurants San Marco in Ehlen sehr beliebt.
Angelina Giantomaso mit ihrem Sohn Pasquale. Gekocht hat sie Spaghetti mit Garnelen: Es ist nicht nur das Leibgericht ihres Sohnes, sondern auch bei den Gästen des Restaurants San Marco in Ehlen sehr beliebt. © Johannes Rützel

Der Name San Marco spielt übrigens nicht auf das gleichnamige Viertel in Venedig mit dem berühmten Markusplatz an. Obwohl es zum Tag der Nudel gut passen würde. So rankt sich doch eine Legende um die Geschichte der Nudel darum, dass sie Marco Polo 1295 von seiner China-Reise nach Venedig mitbrachte und sie von dort in ganz Italien verbreitet wurde.

Aber San Marco, so heißt auch ein Dorf im süditalienischen Kampanien. Aus der Nähe von Neapel, stammen auch Angelina und ihr Mann Vincenzo Giantomaso. Der Name San Marco gefiel, auch weil er der Heimatort eines früheren Geschäftspartners war, und blieb.

Mit 14 Jahren, erinnert sich Angelina Giantomaso, wurde sie von ihrer Mutter in der Küche mit eingespannt. Es gab viel Pasta, mit Tomaten, Gemüse und manchmal sogar mit Bologneser Ragout. „Heute esse ich nicht jeden Tag Pasta, weil ich gerne abwechslungsreich esse“, erklärt Angelina Giantomaso, schiebt aber sofort hinterher, dass Pasta für sie zu einem guten Essen einfach dazu gehöre.

Der Renner im Restaurant San Marco, das mittlerweile ihr Sohn Pasquale leitet, sind Spaghetti mit flambierten Scampi. Angelina Giantomaso demonstriert die Zubereitung: Es geht rasend schnell, Zutaten braucht sie nicht viele. Sie gibt Garnelen, Knoblauch, etwas Chili und Cocktailtomaten kurz in die Pfanne auf dem Gasherd. Zum Flambieren benutzt sie Branntwein, die Flammen schlagen gegen die Dunstabzugshaube. Vorsichtig schwenkt sie die Pfanne, damit nichts anbrennt. Nachdem der Alkohol verbrannt ist, kommen die Spaghetti direkt aus dem Kochwasser dazu. Sie schwenkt sie gekonnt mit einer Prise Salz und gehackter Petersilie und richtet sie mit einem Spritzer Olivenöl auf dem Teller an. Wenige Zutaten von hoher Qualität, das ist Pasquale und Angelina Giantomaso beim Kochen wichtig.

Man verwende ausschließlich die Nudeln einer italienischen Premiummarke, sagt Angelina. Der Hersteller lasse die Pasta besonders lange, nämlich mehrere Tage schonend trocknen. Der Geschmack sei daher besonders gut. Außerdem bleiben sie besonders bissfest – al dente auf italienisch.

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