Verband Elektromobilität entwickelt erste unabhängige Ladesäule für Elektromobile

Zukunft ist elektronisch

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Muster und Macher: Dr. Johannes Kahl, 1. Vorsitzender des Fachverbandes Elektromobilität eV, Edgar Klug, 2. Vorsitzender des FVEM, und Landrat Uwe Schmidt (von links) mit den Prototypen der ersten Ladesäulen für Elektromobile, an denen der Kunde seinen Stromanbieter frei wählen kann.

Riede. Europa - wir kommen. Der der Fachverband für Elektromobilität (FVEM) stellte jetzt im Schloss Riede das Muster der ersten unabhängigen Ladesäule für Elektromobile vor. Bei dieser Gelegenheit präsentierte der Fachverband seine praxisorientierten Vorschläge für Ladesäulen- Standards.

„Zum ersten Mal wurden Richtlinien entwickelt, die kundenfreundlich sind, die Anforderungen der Versorger integriert, die Wünsche der Politik berücksichtigt und für die Automobilhersteller praktikabel sind“, sagt Dr. Johannes Kahl, Vorsitzender des Verbandes.

Als Miteigentümer des Schlosses berichtet er über das Zusammenkommen von Verbandsarbeit und Präsentationsrahmen: „Ich fahre jeden Tag über sechzig Kilometer zur Universität nach Witzenhausen und zurück. Dafür wünsche ich mir ein Elektromobil.“

Für die Wunscherfüllung fehlen aber an beiden Endpunkten des Arbeitsweges die Verknüpfungspunkte in Form von Ladesäulen. Auf der Suche nach Lösungsmöglichkeiten gewann Kahl einen Überblick über die Marktsituation: „Es gibt derzeit viele einzelne, meist regional angelegte Insellösungen und Pilotprojekte, die auch noch an einen Versorger gekoppelt sind. Nur eine länderübergreifende, Versorger-unabhängige und einheitliche Infrastruktur ermöglicht, dass sich das umweltfreundliche Elektroauto in den nächsten zehn Jahren durchsetzen wird.“

„Ich habe vorerst den Vorsitz im Fachverband übernommen, weil ich aus meiner Arbeit heraus Erfahrungen in der politischen und Verbandsarbeit habe“, sagt Dr. Kahl. Im Gegenzug habe er aber darauf bestanden, dass Nordhessen die zentrale Region für diese Entwicklung wird. Wie der Fachverband hat so auch das bei der Arbeit an Standards und Technik federführende Unternehmen Plug´n charge seinen Sitz in Riede. Die jetzt im FVEM organisierten Unternehmen entwickeln und testen seit einigen Monaten Ladestationen, mit denen möglichst schnell eine geeignete Infrastruktur in Deutschland und in anderen europäischen Ländern entstehen soll.

Bei der Vorstellung der Prototypen in den Mauern des Schlosses wurden technische Neuentwicklungen präsentiert, die, von Partnerfirmen entwickelt, derzeit nur als Einzelstücke existieren. Beispielsweise ein fünfpoliges Stecker- System als Stromanschluss mit zwei Buchsen für die Datenkommunikation.

Von Constanze Junker

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