Zweiter Raum im Jugendzentrum in der Wolfhager Stadthalle

Selbstgebautes Sofa: Artur Tyll und Katharina Nowak legen noch die Polster zurecht. Der neue Jugendraum ist nun fast fertig. Fotos: Lawatzki

Wolfhagen. Das neue Sofa ist selbst gebaut und die Wände haben die fleißigen Jugendlichen gestrichen. Hätten nicht knapp 20 junge Helfer mit angepackt, wäre der neue Raum im Jugendzentrum in der Wolfhager Stadthalle nicht so schnell fertig geworden.

Der Treffpunkt für die jungen Leute hat seine Fläche durch die Erweiterung fast verdoppelt. Der 63 Quadratmeter große neue Raum liegt direkt neben dem bestehenden und gehörte bis vor einem Vierteljahr zu einem Kindergarten, der umgezogen ist. Als Frank Mahlich, Jugendarbeiter der Stadt, mitbekam, dass der Raum frei wird, hat er ihn direkt für die Jugendlichen reserviert. „Unsere bisherige Fläche war schon lange zu eng.“

Ein bisschen ruhiger

Mahlich hofft, dass sich die Jugendlichen jetzt besser auf die zwei Räume verteilen können und Gruppen die Möglichkeit bekommen, sich zurückzuziehen. Obwohl auch hier große Boxen hängen, soll es ein bisschen ruhiger zugehen. Herzstück des zweiten Raums ist ein großes Sofa, gebaut aus Paletten und dicken Polstern. Die Idee dazu hatte Vasili Koschan. „Ich baue mir jetzt zu Hause auch so ein Sofa“, sagt der 24-Jährige. Von der Sitzecke haben die Jugendlichen freie Sicht auf eine große Leinwand, auf der gemeinsam Fußballspiele geguckt werden können. Der Billiardtisch ist aus dem bestehenden Raum in den neuen umgezogen.

Glücklicher Zufall

Bei Deko und Wandfarbe durften dieses Mal die Mädchen entscheiden: „Schließlich haben die Jungs den anderen Raum gestaltet“, sagt Mahlich. War der noch in „Jungsblau“ gehalten, haben sich die Mädchen im neuen Raum für Rot- und Grautöne entschieden. Eine Wand soll noch bemalt werden.

Mit den beiden Räumen im Erdgeschoss und weiterem Platz im Obergeschoss für Projektarbeiten ist der Bedarf für das Jugendzentrum erst einmal gedeckt. „Dass der Nebenraum frei wurde, war ein glücklicher Zufall“, so Mahlich.

Von Tobias Lawatzki

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