Kreisverkehr neu eingesät

Plötzlich fehlen 240 Kilogramm Unkraut: Kreisel von Gräsern befreit

 Frank Hempeler, Arbeiter des Landes Hessen, steht auf einem Kreisverkehr und wässert die Fläche mit einem Schlauch. Das Wasser spritzt aus einem Schlauch, der mit einem großen Tank verbunden ist. Er steht auf einem Fahrzeug von Hessen Mobil.
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Damit die frisch gesäten Grassamen auf dem Kreisel an der Kreisstraße 26 bei Mardorf rasch keimen, werden sie von Frank Hempeler, Arbeiter des Landes Hessen, gewässert.

Die Blümchen blühen, das Gras ist kurz, die Verkehrsschilder sichtbar: Es hat sich etwas getan auf dem Kreisel an der Kreisstraße 26 bei Mardorf.

Homberg - Waren Mitarbeiter von Hessen Mobil am Mittwoch noch damit beschäftigt, die Fläche auf dem Kreisverkehr zu wässern, rieb sich der eine oder andere Autofahrer am Donnerstag wohl verwundert die Augen. Statt des wuchernden Unkrauts erstrahlten plötzlich die dort ausgesäten zarten Blümchen in lila und gelb.

Gleich vier Fahrzeuge der Straßenverkehrsbehörde waren am Donnerstag am Straßenrand geparkt, Mitarbeiter harkten Berge aus Gras zusammen, schaufelten die Grünabfälle auf ihre Autos, um sie anschließend abzutransportieren. Aus dem ehemals zugewucherten Kreisel ist eine zart blühende Fläche geworden. 240 Kilogramm Unkraut wurden vom Kreisel geschafft, teilt Marco Lingemann, Pressesprecher von Hessen Mobil, auf Anfrage mit. „Insbesondere der Weiße Gänsefuß hatte sich im Inneren des Kreisverkehrs ausgebreitet.“ Das Kraut wurde nun mitsamt der Wurzeln aus dem Boden geholt. Abschließend sei der Boden glatt gezogen und Böschungsrasen eingesät worden.

Nun sei geplant, die Fläche zweimal wöchentlich von Unkraut zu befreien und zu wässern, berichtet Lingemann. „Damit sichergestellt ist, dass der Rasen aufgeht.“ Etwa eine Stunde sind die Hessen Mobil-Mitarbeiter damit beschäftigt, 1000 Liter Wasser hatte Frank Hempeler gestern im Tank seines Fahrzeugs dabei. Sie werden komplett auf der Fläche verteilt.

Hat der stille Protest der Unbekannten, die sich im Juni noch einen Spaß erlaubt hatten und Bierflaschen und Pflanzkübel auf den Kreisverkehr drapiert hatten, etwa etwas bewirkt (HNA berichtete)?

Auch Philipp Klitsch, Sprecher des Landkreises, zeigte sich auf Anfrage überrascht über die Veränderung an der Kreisstraße. Er teilt mit: „Der Landkreis hat Hessen Mobil nicht damit beauftragt die Fläche zu mähen.“ Viel mehr sei die Behörde selbst tätig geworden, da sie für Instandhaltung und das Mähen von Seitenstreifen an Fahrbahnen zuständig ist. Der Landkreis hat diese Aufgaben an Hessen Mobil übertragen. Die Blühfläche solle aber nach wie vor erhalten bleiben, sagt Klitsch.

Für die weitere Begrünung wurden seitens Hessen Mobil Anregungen aus der Bevölkerung aufgenommen, im inneren des Kreisels Vogelbeerbäume zu setzen. „Im Herbst werden wir vier Setzlinge dieses Gehölzes einpflanzen“, berichtet der Pressesprecher von Hessen Mobil. (Chantal Müller)

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