IT-Sicherheit

40 Schwachstellen in Samsung-Software entdeckt

+
Samsungs netzfähige Fernsehgeräte greifen auf die Software Tizen zurück. Doch diese ist laut einem "Motherboard"-Bericht nicht genügend vor Angriffe geschützt. Foto: Yonhap/YNA/dpa/Archiv

Sicherheitslücken zu schließen gehört für Software-Hersteller zum täglichen Geschäft. Auch auf Samsungs Entwickler könnte wieder einige Arbeit zukommen. IT-Experten fanden gravierende Schwachpunkte beim "TizenStore".

Berlin (dpa) - Ein IT-Sicherheitsforscher hat nach eigenen Angaben 40 zuvor unbekannte Schwachstellen in Software von Samsung-Geräten entdeckt, durch die Hacker demnach zum Beispiel die Kontrolle über vernetzte Fernseher übernehmen könnten.

Besonders gefährlich wirkt eine Sicherheitslücke in der App-Plattform für das Betriebssystem Tizen. Es sei ihm gelungen, über die Schwachstelle im "TizenStore" Schadsoftware auf seinen Samsung-Fernseher einzuschleusen, erklärte der israelische Experte Amihai Neiderman der Website "Motherboard". Man könne auf diese Weise ein Tizen-System mit jedem beliebigen schädlichen Softwarecode infizieren, sagte er.

Von Samsung gab es zunächst keine Reaktion auf den Bericht. Auf Anfrage von "Motherboard" erklärte das Unternehmen zuvor, man nehme die Sicherheit der Geräte ernst und stopfe Schwachstellen schnell, wenn sie entdeckt würden. Samsung setzt Tizen nicht nur bei vernetzten Fernsehern, sondern auch bei seinen Computer-Uhren sowie einigen in Asien verkauften Smartphone-Modellen ein. Außerdem sollen in Zukunft immer mehr vernetzte Hausgeräte mit Tizen laufen.

Neiderman ist Forschungschef der IT-Sicherheitsfirma Equus Software. Alle 40 Schwachstellen im Tizen-Betriebssystem könnten aus der Ferne ausgenutzt werden, erklärte er. Bei dem jüngst bekanntgewordenen älteren CIA-Hack eines Smart-TV-Modells von Samsung musste man noch einen präparierten USB-Stick in das Gerät stecken. Der Experte stellt die Ergebnisse seiner rund achtmonatigen Untersuchungen auch am Montag auf einer Konferenz des Sicherheitsoftware-Anbieters Kaspersky Lab vor.

Neiderman bei Motherboard

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.