Warnung des Branchenriesen

Achtung! Wenn Sie einen Windows-PC haben, machen Sie vorerst kein Update

Der Chip-Hersteller Intel warnt vor seinen eigenen Updates - Sie könnten zu „unvorhersagbarem Verhalten“ führen, hieß es in einem Blogeintrag.

Santa Clara - Intel hat einen Rückschlag beim Stopfen der schwerwiegenden Sicherheitslücken „Meltdown“ und „Spectre“ in Computer-Prozessoren erlitten. Der Branchenriese empfahl allen Unternehmen und Verbrauchern am Montag, seine bisherigen Updates nicht zu installieren. Sie könnten zu häufigen Neustarts „und anderem unvorhersagbarem Verhalten“ führen, hieß es in einem Blogeintrag. Als Intel die Probleme mit wiederholten Neustarts einräumte, hatte der Konzern noch erklärt, zumindest Verbraucher sollten die Software-Updates weiterhin installieren. Laut macgadget.de gebe es beim Mac Entwarnung: Apple habe den Fehler bereits Anfang Dezember behoben. 

Durch die Sicherheitslücke können zumindest theoretisch auf breiter Front Daten abgeschöpft werden. Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, das die Chips schneller machen sollte. Deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller anfällig. Intel-Chips waren aber auf breiter Front betroffen.

Der Konzern erklärte nun, die Ursache der Probleme mit den Updates sei gefunden. Wann es korrigierte Aktualisierungen gibt, werde voraussichtlich diese Woche mitgeteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg

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