Adobe schafft den Flash ab

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Berlin - Der Software-Spezialist Adobe stellt die weitere Entwicklung seines mobilen Flash-Players für mobile Geräte ein und richtet die Firmenstrategie neu aus. Dabei fallen auch 750 Jobs weg.

Abschied von Flash auf mobilen Geräten: Die Software-Firma Adobe entwickelt das Programm zum Abspielen von Grafik und Video mit dieser Multimedia-Technik nicht mehr für Smartphones und Tablet-Computer. “Stattdessen werden wir verstärkt in HTML5 investieren“, sagte Adobe-Sprecher Alexander Hopstein am Mittwoch. Das Unternehmen richtet auch in weiteren Geschäftsbereichen seine Strategie neu aus. Dabei fallen in Nordamerika und Europa 750 der insgesamt gut 10 000 Arbeitsplätze weg.

Vorstandschef Shantanu Narayen sagte am Mittwoch vor Finanzanalysten in New York, die neue Strategie ruhe auf zwei Säulen: Angeboten für die Gestaltung digitaler Medien und Lösungen für das digitale Marketing. Bei der Konzentration auf diese beiden Wachstumsbereiche sei die “harte, aber strategische Entscheidung“ getroffen worden, einzelne Bereiche zurückzufahren.

Die 1997 von Macromedia gestartete Flash-Technik ist bislang ein zentraler Bestandteil der Firmenstrategie von Adobe Systems seit der Übernahme von Macromedia im Jahr 2005. Auf mobilen Geräten hatte Flash aber einen schweren Stand - insbesondere seit der Entscheidung von Apple, die Technik auf iPhone und dem iPad-Tablet nicht zu unterstützen. Der neue Web-Standard HTML5 bieten einen großen Teil der Multimedia-Fähigkeiten von Flash und kommt ohne eigene Abspielsoftware wie den Flash Player oder ein spezielles Browser-Plugin aus.

Handy-Tipps für den Urlaub

Handy-Tipps für den Urlaub
Grund zur Freude: Zum 1. Juli sind die Preise für das Telefonieren mit dem Handy zwischen EU-Ländern gesunken. Wer EU-weit “simst“, also Kurznachrichten verschickt, muss pro SMS nur noch maximal 11 Cent zahlen (ohne Mehrwertsteuer). © dpa
Handy-Tipps für den Urlaub
Ein Telefonat darf nur noch bis zu 43 Cent pro Minute kosten, eingehende Anrufe höchstens 0,19 Cent. Fürs Surfen, e-mail, Foto oder Film herunterladen werden pro übertragenem Megabyte maximal 1 Euro berechnet. Aber Vorsicht... © AP
Handy-Tipps für den Urlaub
Handy-Telefonate aus Nicht-EU-Ländern können immer noch richtig teuer werden: Ein Anruf aus der Türkei kostet bei den vier großen Mobilfunkanbietern T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus mindestens 1,49 Euro pro Minute. Das teilt die Stiftung Warentest mit. © AP
Handy-Tipps für den Urlaub
Auch bei Urlaubs-Telefonaten aus der Schweiz und Kroatien werden bis zu 1,49 Euro fällig. Gespräche aus  Tunesien kosten pro Minute zwischen zwei und drei Euro. © AP
Handy-Tipps für den Urlaub
Wenn Sie Ihren Urlaub im Ausland verbringen, dann zahlen Sie für eingehende Anrufe, aber auch für eingehende Bilder-Nachrichten. Pro MMS kann das je nach Größe der Bilder und Anbieter bis zu 4,50 Euro kosten. © dpa
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Wichtig: Schalten Sie Ihre Mailbox vor dem Auslands-Urlaub ab. Sonst zahlen Sie doppelt für verpasste Anrufe, die bei einem Besetztzeichen oder bei Nichterreichbarkeit auf Ihre deutsche Mailbox weitergeleitet werden. Zuerst für ein eingehendes Gespräch im Ausland und dann noch einmal für die Weiterleitung auf die deutsche Mailbox. © dpa
Handy-Tipps für den Urlaub
Im Ausland wählen sich Handys automatisch in ein verfügbares Netz ein. Allerdings ist das nicht immer auch das billigste. Deshalb sollte man schon vor dem Urlaub den günstigsten Anbieter im jeweiligen Land heraussuschen. Oft handelt es sich dabei sogar um einen Partner Ihres Mobilfunk-Anbieters. © dpa
Handy-Tipps für den Urlaub
In das günstige Auslands-Netz wählt man sich im Urlaubsland von Hand ein. Dafür deaktiviert man im Einstellungsmenü die automatische Netzsuche. So kann man auch erzwingen, dass sich das Handy ins deutsche Netz einwählt, wenn man nahe der Grenze Urlaub macht. © dpa
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Man sollte sich vor dem Urlaub informieren, ob sich die Form der Steckdosen oder die Netzspannung im Urlaubsland von Deutschland unterscheiden. © dpa
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Zwar sind die in Deutschland üblichen Steckdosen weltweit verbreitet, doch schon in Großbritannien findet man sie nicht. Wenn nötig sollten Sie also einen Adapter kaufen, damit das Ladegerät Ihres Handys in die landestypische Steckdose passt. © dpa
Handy-Tipps für den Urlaub
Sonne, Meer und Sand können zur Gefahr für Ihr Handy werden. Die pralle Sonne kann Fehlfunktionen des Displays verursachen. Außerdem kann der Akku bei Hitze schneller leer werden.  © dpa
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Wird ein Handy nass, sollte man es auf keinen Fall mit dem Föhn trocknen, da die Hitze die Technik beschädigen kann. Besser: Das Telefon in ein Glas voller Reis legen. Die Körner saugen die Feuchtigkeit auf. Sand in Anschlüssen oder zwischen den Handy-Tasten lassen sich am besten mit einem sehr feinen Pinsel entfernen. © dpa
Handy-Tipps für den Urlaub
Was tun, wenn das Handy im Urlaub geklaut wird? Zu aller erst sollten Sie schnellstmöglich Ihre Karte sperren lassen. Dazu wählen Sie die Service-Nummer Ihres Mobilfunk-Anbieters. © dpa
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Das sind die Diebstahl-Service-Nummern der gängigen Anbieter: T-Mobile: +49 1803/ 30 22 02, Xtra: +49 1805/ 22 94 94, Vodafone: +49 172/ 12 12, Callya: +49 172/ 2 29 11, E-Plus: +49 177/ 10 00, Free & Easy: +49 177/ 11 50, O2: +49 179/ 5 52 22, Loop: +49 179/ 5 52 82 © AP
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Außerdem sollten Sie den Handy-Klau immer auch der Polizei vor Ort melden. Die Fälle, in denen Bestohlene ihr Handy wieder zurück bekamen sind zwar ziemlich selten. Aber man sollte zur Sicherheit seine IMEI-Nummer kennen, mit der ein gestohlenes Handy eindeutig identifiziert werden kann. Wenn Sie die Kombination *#06# eingeben, zeigt Ihr Handy diese Nummer an. © AP
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Über die Notrufnummer 112 erreichen sie in allen 27 EU-Staaten sowie in Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz sowie auf Island Hilfe. Die Leitstellen alarmieren je nach Notfall Polizei, Feuerwehr oder den Rettungsdienst. Sie sollen Notrufe in verschiedenen Sprachen bearbeiten können. © AP
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In jedem Fall sollte ein Internet-fähiges Handy nicht so eingestellt sein, dass es sich automatisch ins Web einwählt. Das kann im Ausland sehr teure Gebühren nach sich ziehen. © dpa

Flash ist außerdem die Basis der Air-Technik zur Entwicklung von Anwendungen auch auf mobilen Geräten. “Wir werden weiter dafür sorgen, dass Air-Anwendungen auf mobile Geräte kommen“, sagte Adobe-Sprecher Hopstein der Nachrichtenagentur dpa. Daneben werde sich Adobe darauf konzentrieren, Flash als Plattform für Video und Computerspiele zur Nutzung auf dem PC auszubauen. “Wenn man sieht, welches Potenzial der Gaming-Markt hat, dann sollte man nicht davon ausgehen, dass diese Entscheidung das Ende von Flash bedeutet.“

Adobe ist groß geworden mit Software für die kreative Gestaltung von digitalen Inhalten aller Art; dazu gehört etwa das Flaggschiff Photoshop für die Bildbearbeitung. Diese Anwendungen sollen jetzt auch als Apps für Tablet-Computer bereitgestellt werden, sowohl für das iPad von Apple als auch für Geräte mit Android.

Zuletzt hat das Unternehmen aber seinen Fokus auf Angebote für große Unternehmen verschoben. Hier will sich Adobe Systems künftig vor allem auf Angebote zum digitalen Marketing konzentrieren.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs erzielte Adobe einen Umsatz von 1,0 Milliarden Dollar und einen Nettogewinn von 195 Millionen Dollar. Narayen sagte, das laufende Quartal sei das fünfte in Folge mit einem Umsatz von mindestens einer Milliarde Dollar. Die Neuausrichtung werde zunächst allerdings auch zu einem Umsatzrückgang führen.

dpa

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