Verbraucherschützer kritisieren Amazon Echo

Umstrittener smarter Amazon-Lautsprecher jetzt auch bei uns 

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Amazons Lautsprecher gibt es in Schwarz und Weiß.

Berlin - Musik hören, Wecker stellen und ein Taxi rufen: Das geht mit Echo und Echo Dot jetzt auch in Deutschland. Verbraucherschützer haben jedoch Bedenken gegenüber den smarten Multifunktions-Lautsprechern von Amazon.

Amazons vernetzte Lautsprecher Echo und Echo Dot sind nun hierzulande im freien Verkauf. Den Bassreflexlautsprecher Echo von der Größe einer Thermoskanne gibt es für rund 180 Euro, der Echo Dot - er ist in etwa so groß wie ein Eishockey-Puck - kostet rund 60 Euro.

Beide Geräte erlauben

per Stimmkommandos

den Zugriff auf Amazons Assistenten Alexa. Dieser beherrscht neben dem Abspielen von Musik und der Beantwortung von Fragen per Internetrecherche nun auch in deutscher Sprache rund 500 sogenannte

Skills

. Dabei handelt es sich um Stimmkommandos, die bestimmte Aktionen auslösen - etwa einen Wecker stellen, eine Einkaufsliste ergänzen, in Verbindung mit Amazon Prime Verbrauchsgegenstände bestellen oder Fragen mit Hilfe von Internet-Quellen beantworten. Der Dienst kann den vernetzten Haushalt kontrollieren, etwa auf Zuruf das Garagentor öffnen. Außerdem kann der vernetzte Lautsprecher mit Musikdiensten wie Spotify oder Amazon Music verknüpft werden oder Radiosender über die App TuneIn abspielen.

Mit Alexa konkurriert Amazon mit Google Now, Siri von Apple und Cortana von Microsoft. 

Verbrauche haben Datenschutz-Bedenken 

Verbraucher warnen jedoch vor lauschenden Sprachassistenten. Sie sehen den Datenschutz in Gefahr, weil das ständig auf Empfang geschaltete Gerät alle Sprachbefehle gespeichert und verarbeitet. Auch Daten wie Einkauflisten, Kalendereinträge oder Musikwünsche werden so gesichert - für deutsche Nutzer passiert das laut Amazon auf Servern in EU-Ländern.

Die Bedenken der Verbraucherschützer versucht der Konzern zu zerstreuen: Daten würden demnach nur weitergegeben, wenn ein genutzter Dienst dies erfordere.

Dass Echo und Dot nicht gänzlich unbedenklich sind, zeigt ein Fall aus den USA. Dort hatte ein Kind, das sich mit Alexa "unterhielt", ungewollt und ohne das Wissen der Eltern ein teures Puppenhaus über das angelegte Amazon-Konto gekauft. Den smarten Geräten ist es nämlich egal, von wem sie Befehle erhalten.

Als ein Fernsehsender über den kuriosen Vorfall berichtete, löste dies bei anderen Alexa-Besitzern eine Massenbestellung für eben dieses Spielzeug aus. Diesmal hatten die Geräte auf die Stimme des Moderators reagiert, der in seinem Bericht die Worte des Kindes wiederholte.

dpa/sid

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