Amazon startet Cloud-Dienst und App-Store

San Francisco - Beim Onlinehändler Amazon.com können Kunden jetzt nicht nur Musik kaufen, sondern sie dort auch direkt im Internet abspeichern. Zudem hat Amazon einen App-Store für Android-Geräte gestartet.

Auf die Songs kann man dann von überall zugreifen und sie über einen eigenen Player auch wiedergeben. Das am Montag vorgestellte Angebot nennt sich Amazon Cloud Drive und Amazon Cloud Player. Mit dem Angebot kommt Amazon wohl Google und auch Apple zuvor, die an ähnlichen Projekten arbeiten sollen.

Im Online-Speicherplatz Cloud Drive können Dateien jeglicher Art gespeichert werden. Also nicht nur Musik, sondern auch Fotos oder Videos. Abgelegt werden sie auf den Servern von Amazon, die über einen Browser zu erreichen sind. Über den Cloud Player kann man, einen Internetanschluss vorausgesetzt, die Musik überall hören, wenn man einen Computer oder ein Smartphone hat, das mit dem Google-Betriebssystem Android läuft. Andere Dateien werden mit einem Programm der Wahl geöffnet.

Für Amazon-Kunden gibt es beim Cloud Drive 5 Gigabyte Speicherplatz kostenlos. Weiterer Platz kostet dann Geld. Mit dem Angebot wendet Amazon sich nun gezielt an Endkunden, einen Online-Speicher für Firmen gibt es schon unter dem Namen Amazon S3. Aber Amazon hofft auch, über das Online-Angebot für Endkunden mehr Musik verkaufen zu können, da der Nutzer seine Songs überall hören kann und nicht auf ein bestimmtes Gerät angewiesen ist.

App-Store für Android-Geräte

Der Onlinehändler Amazon.com ist jetzt auch in den Vertrieb von Programmen für das Betriebssystem Android eingestiegen, das auf einer wachsenden Zahl von Smartphones und Tablet-PCs zum Einsatz kommt. Angeboten werden kostenpflichtig und kostenlose Apps. Derzeit kann der Amazon Appstore aber nur von Kunden in den USA genutzt werden.

Amazon habe sich für den Markt für Android-Apps wegen seines Wachstums entschieden, sagt Aaron Rubenson, der Leiter des Amazon Appstores. Dieser tritt damit in direkte Konkurrenz zum Marktplatz von Google für derartige Programme. Und da gibt es schon mehr als 150.000 sogenannte Apps. Um in dieser Flut an Programmen das richtige zu finden, hat der Nutzer bei Amazon auch die Möglichkeit, die Apps auf der Website kurz auszuprobieren.

dapd

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