Android-Apps haben Zugriff auf Nutzer-Fotos

New York - Fotos in Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android sind nicht vor einem unberechtigten Zugriff geschützt.

Wie die New York Times herausfand, können alle Programme ohne Rückfrage beim Nutzer auf alle Bilder zugreifen und sie auch zum Beispiel auf einen entfernten Server kopieren. Einzige Voraussetzung ist, dass den Apps die Verbindung zum Internet erlaubt wurde.

Google bestätigte dies der Zeitung und erklärte, es sei eine Entscheidung aus den frühen Android-Tagen gewesen als Daten extern gespeichert und dadurch schwerer zugänglich gewesen seien. Man erwäge, dies zu ändern.

Die weltweit zehn häufigsten Suchbegriffe 2011 bei Google

Platz 10: iPad2 © dpa
Platz 9: Der 2011 verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs © dpa
Platz 8: Fukushima © dpa
Platz 7: Sängerin Adele © dpa
Platz 6: iPhone 5 (kommt erst im Jahr 2012 auf den Markt) © dpa
Platz 5: Das Computer-Spiel Battlefield 3 © dpa
Platz 4: Casey Anthony (re.) wurde in einem spektakulären Prozess in den USA vom Vorwurf des Mordes an ihrer Tochter freigesprochen. © dpa
Platz 3: Jackass-Star Ryan Dunn. Er starb 2011 bei einem Autounfall. © dpa
Platz 2: Google + © dpa
Platz 1: youtube-Sternechen Rebecca Black © dpa

Die New York Times hatte vor einigen Tagen bereits für Aufsehen gesorgt als sie Apple vorwarf, den Apps auf seinen iPhones und iPads zu breiten Zugang zu Fotos der Nutzer zu gewähren. Allerdings sind die Sicherheits-Schranken bei Apple deutlich höher als bei Android.

Im iOS-System von Apple können nur Apps auf die Bilder zugreifen, denen der Zugang zu Ortungsdaten erlaubt wurde. Außerdem prüft Apple alle Programme auf versteckte Funktionen, bevor sie im iTunes Store angeboten werden dürfen. In der Android-Plattform ist eine solche Prüfung prinzipiell nicht vorgesehen. Allerdings entfernt Google regelmäßig Apps aus dem Android Market, die bei unerlaubten Aktivitäten erwischt werden. Es sei unklar, ob es aktuell Android-Apps gibt, die die Datenschutz-Lücke ausnutzen, betonte die Zeitung. Auch bei Apple sind bisher keine solchen Fälle bekanntgeworden.

Die New York Times ließ sich die Erkenntnisse von der Software-Sicherheitsfirma Lookout bestätigen und probierte das Verfahren mit einer Test-App aus. Ein Google-Sprecher erläuterte, die Lücke stamme aus der Anfangszeit des Betriebssystems, als die Fotos noch auf einer externen SD-Karte gespeichert wurden.

dpa

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