Tipp zum Ausprobieren

App im Test: So gut hilft dir "Yoga Vidya" beim Yoga-Einstieg

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Yoga leicht gemacht: Die App Yoga Vidya ist für Einsteiger und erfahrene Yogis eine Empfehlung. 

Du hast den HNA-Yogasommer verpasst, willst aber trotzdem in den Entspannungs-Sport einsteigen? Die App "Yoga Vidya" soll sich für Anfänger eignen - und gleichzeitig viele Übungen für erfahrene Yogis anbieten. Wir haben sie getestet. 

Zehnwöchige Yogakurse, ein Verzeichnis mit 50 Übungen, dutzende Meditationsvarianten, Atemübungen und vieles mehr - die kostenlose App Yoga Vidya bietet auf den ersten Blick alles rund um Yoga.

Menü und Grafik

Die Optik von Yoga Vidya ist hochwertig und übersichtlich. Hinter den Menüpunkten Yoga-Stunden, Mediation und Entspannung sowie Pranyama (Atemübungen) befinden sich zahlreiche Übungen, die man über Filter nach Länge und Schwierigkeitsgrad sortieren kann. Der Inhalt von Yoga Vidya ist sehr umfangreich, was bei einer kostenlosen App nicht selbstverständlich ist. Werbung ploppt nicht auf. In den Übungen wird der Nutzer über eingebettete Youtube-Videos angeleitet. Alternativ kann er sich den darunter stehenden Text durchlesen. 

Bei den Videos sowie in der gesamten App gilt: Achtung aufs Datenvolumen! Wer die Videos ohne WLan abspielt, verbraucht vielleicht ungewollt sein Monatsvolumen innerhalb weniger Stunden. Die App also möglichst Zuhause benutzen. Praktisch: einzelne Inhalte können über die Option "Offline verfügbar" heruntergeladen werden.  

Yoga Stunden: Inhalt gut, Umsetzung mittelmäßig

Für Einsteiger ist der zehnwöchige Anfängerkurs geradezu prädestiniert. Für jede Woche gibt es eine Kursstunde sowie kurze (15-25 min) und lange (60-70 min) Übungen. In den Kursen und Praxisübungen führt Yogalehrer Sukadev den Nutzer nach und nach an verschiedene Arten des Yoga heran und erklärt die Übungen anschaulich und ausführlich. Frauen machen jeweils die Übungen vor. 

Auch für Fortgeschrittene enthält die App elf Übungen. Sukadev empfiehlt in seinen Videos sowieso, die App in Ergänzung zu einem Besuch in einem Yoga-Vidya-Studio, wie dem in Kassel, zu nutzen.  

Während gerade die inhaltliche Vielfalt und die Anleitung überzeugen, gibt es einige negative Punkte: Die Sprechweise des Yogalehrers kann schnell nervig werden. Die Videos sind meist mit einer Kamera gedreht und daher optisch wenig abwechslungsreich. In manchen Übungen erhält der Nutzer zu wenig Zeit, die Anweisungen genau zu verstehen und umzusetzen, bevor es weitergeht. Außerdem bleibt die App immer mal wieder hängen, wenn der Nutzer versucht, die Filter zu benutzen. 

Sammlung von 50 Yogaübungen

Asana ist eine Sammlung von gut 50 Yogaübungen. Allein für dieses Verzeichnis lohnt es sich, die App zu installieren. Die Übungen werden gut in Bildern dargestellt und mit Variationen erklärt, zudem wird die Wirkung für Körper, Geist und Energie beschrieben. Ob eine Yogaübung einen wirklich "mit dem Energiefeld der Erde verbindet" und "das ganze Energiefeld regeneriert und harmonisiert" (siehe Bild), darüber lässt sich streiten. Allgemein ist die App etwas zu esoterisch für den Otto-Normal-Nutzer angelegt. 

Hochwertige Optik, die Beschreibung der Wirkung der Übung auf die Energie des Körpers muss man nicht glauben. 

Mantra: Gesänge zum Meditieren

Als akustische Unterstützung für die Meditationen bietet Yoga Vidya zahlreiche Gesänge an. Der Bekannteste - das Om - an erster Stelle. Bei einem Teil der Gesänge wird gut erklärt, woher sie stammen und was sie bedeuten. Die meisten Texte aus fremden Sprachen werden übersetzt. 

Die Gesänge unterscheiden sich von der Akustik und Qualität teilweise stark. Gerade die deutschen Mantras, gesungen von Sukadev, klingen wie eingeschlafene Füße. Das bringt einen eher zum Lachen als zum Entspannen. Andere Gesänge eignen sich dagegen super zum Abschalten. 

Was bei den Gesängen nervt: Sperrt sich das Handy zum Beispiel nach einer Minute selbst, hört auch die Musik auf - die App läuft nicht im Hintergrund weiter. Der Nutzer muss also entweder die Selbstsperrung des Handys ändern oder jede Minute auf sein Handy tippen. Wobei das ja nicht der Sinn einer Meditation sein sollte. 

Fazit

Was Yoga Vidya inhaltlich alles bietet, ist für eine kostenlose App stark. Gerade die Funktion Yoga Stunden und Asana lohnen sich, aber auch die Atemübungen (Pranyama) sowie die Meditationen sollte man mal ausprobieren. Was stört, sind die etwas sehr esoterischen Ansätze der Yogalehrer sowie einige Hänger beim Bedienen der App. Auch die Art und Weise, wie Yogalehrer Sukadev spricht und singt, kann nerven. 

Yoga Vidya ist kostenlos bei iTunes und im Google Play Store erhältlich. 

Übrigens: Anleitungen zu Yogaübungen findet ihr vom HNA-Yogasommer auch auf Youtube

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