Software-Update erforderlich

Apple schließt Sicherheits-Lücke bei Macs

Cupertino - Eine gefährliche Sicherheitslücke bei Apple-Geräten hat für großes Aufsehen gesorgt. Nun sind die Löcher gestopft, die vermeintlich sichere Verbindungen angreifbar machten.

Apple hat die gravierende Sicherheitslücke in seinem Macintosh-Betriebssystem geschlossen. Der Fehler erlaubte es Angreifern unter Umständen, Daten abzufangen, die mit dem sicheren SSL-Protokoll übermittelt werden. Es wird zum Beispiel beim Online-Banking oder Shopping im Internet benutzt.

Die Mac-Anwender müssen dazu ein Software-Update auf die Version OS X 10.9.2 einspielen, die von Apple am Dienstagabend zur Verfügung gestellt wurde.

Der Sicherheitsfehler betraf das aktuelle OS X 10.9 Mavericks. In älteren Mac-OS-X-Versionen bestand der Fehler offenbar nicht. Der „Bug“ sorgte dafür, dass verschlüsselte SSL-Verbindungen in dem Apple-Browser Safari und Programmen wie Mail und Kalender nicht abhörsicher waren. Beim sicheren Verbindungsaufbau wurde wegen eines Programmierfehlers das Verschlüsselungs-Zertifikat der Gegenseite nicht überprüft. Dies hätte ein Angreifer ausnutzen können, um die Verbindung auszuspähen und zu verändern.

Schwachstelle bestand seit 2012

Am vergangenen Wochenende hatte Apple bereits eine ähnliche Lücke auf in der Software für iPhone und iPad mit der neuen System-Version iOS 7.0.6 gestopft.

Bislang gibt es keine Angaben dazu, ob und in welchem Umfang die Lücke tatsächlich ausgenutzt wurde. Nach Erkenntnissen von Sicherheitsexperten bestand die Schwachstelle bereits seit 2012. Einige von ihnen wiesen allerdings auch darauf hin, dass sich ein Angreifer wohl im selben WLAN-Netz aufhalten müsste, um die Lücke auszunutzen.

Die gesicherte Kommunikation über SSL stand laut Unterlagen des Informanten Edward Snowden auch im Visier des US-Geheimdiensts NSA. Das befeuerte in den vergangenen Tagen Spekulationen, die fehlerhafte Zeile in Apples Software-Code könnte vom Geheimdienst eingeschleust oder zumindest ausgenutzt worden sein.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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