Apple will Schulbücher durch iPads ersetzen

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Verdrängen die iPads bald die Schulbücher?

New York - Die US-Computerfirma Apple drängt auf den amerikanischen Schulbuchmarkt. Kritiker sind skeptisch.

Am Donnerstag startete die Firma den Verkauf von elektronischen Versionen der wichtigsten US-Schulbücher für das iPad. Neben den in den gedruckten Versionen enthaltenen Texten und Bildern bieten die elektronischen Bücher auch Videos an.

Kritiker sind jedoch skeptisch, ob sich das Lernen mit elektronischen Medien durchsetzt. Schulbücher werden in der Regel von den Schulen zur Verfügung gestellt und halten durchschnittlich fünf Jahre. Ein iPad kostet in den USA dagegen mindestens 499 Dollar und Apple vertreibt die elektronischen Schulbücher für 15 Dollar das Stück.

Was guckt die Kanzlerin auf ihrem iPad?

Mit ihrem iPad in der Hand steht Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch im Deutschen Bundestag in Berlin bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Und was zeigt der iPad der Kanzlerin an? © dpa
Bei genauerem Hinsehen sieht man zunächst einmal... © dpa
...den Bundesadler als Hintergrundbild sowie die Uhrzeit. Es ist 10. 49 Uhr. Aber später ist eine App auf dem iPad zu erkennen. © dpa
Aha! Wir sehen Text. Hat sie also ihre Rede für die Generaldebatte auf dem i-Pad? Moment!  © dpa
Eine Überschrift und Absätze. Hmmm. Das sieht eher nach einem Artikel aus. Wollen wir doch mal etwas näher hinzoomen. © dpa
Au weia! "Kanzlerin Merkel hat deutsche Interessen geopfert", ist da zu lesen. Und wir haben auch herausgefunden, wo das zu lesen war. © dpa
Nämlich beim "Handelsblatt" (Screenshot). Der Autor des Kommentars ist ein gewisser Markus Ferber. Das ist aber gar kein Handelsblatt-Journalist, sondern... © Screenshot
...der CSU-Europagruppenchef Markus Ferber. Somit hat ein Unions-Kollege der Kanzlerin die Meinung gegeigt.  © dpa

Der Marketingprofessor und ehemalige Schuldirektor Albert Greco warnte vor der Ungleichbehandlung, wenn im selben Klassenzimmer Schüler mit dem Tabletcomputer und andere mit herkömmlichen Büchern lernen würden. „Das ist eine Einladung für eine Klage vor Gericht“, sagte Greco. Der Professor will Schülern das unangenehme Minderwertigkeitsgefühl ersparen, wenn ihre Eltern sie nicht mit einem iPad ausstatten können oder wollen.

Der Schüler Omar Soria von der Xavier High School in New York kann sich dagegen mit der Idee anfreunden, künftig mit dem iPad zu lernen. Der Rucksack würde deutlich leichter, wenn die vielen schweren Bücher wegfielen. „Die sind ziemlich schwer, so um ein halbes Kilo pro Buch. Zusammen mit den Heften kommt da einiges an Gewicht zusammen“, sagte der Schüler.

dapd

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