Berichte: Amazon startet Angriff auf iPad

New York - Der weltgrößte Online-Einzelhändler Amazon wird laut US-Medienberichten am Mittwoch einen Rivalen für Apples erfolgreiches iPad-Tablet vorstellen.

Das Gerät mit einer Bildschirmdiagonalen von 7 Zoll (17,8 cm) werde “Kindle Fire“ heißen, berichtete das Blog “TechCrunch“ am Montag. Amazon wird zugetraut, zum stärksten Konkurrenten für Apple und sein iPad zu werden: Der Konzern kann beim Tablet nahtlos sein breites Angebot an Musik, Büchern, Filmen und Apps integrieren, zumindest in den USA.

Zudem habe Amazon große Magazin-Verlage wie Condé Nast und Hearst als Partner gewonnen, berichtete das Blog “All Things Digital“. Außerdem kann der Online-Händler künftig Filme und TV-Sendungen der US-Senderkette Fox online zeigen. Amazon hat bereits eine starke Stellung bei Lesegeräten für digitale Bücher. Die bisherigen Kindle-E-Reader hatten aber einen Schwarz-Weiß-Bildschirm. Amazon betont steht, dass es eine starke Nachfrage nach dem Kindle gebe, nannte aber nie Absatzzahlen. Der Konzern hält sich auch dazu bedeckt, was am Mittwoch (16.00 Uhr MESZ) in New York vorgestellt werden soll.

Apple-Faszination "iPad"

Apple will mit einem neuartigen Tablet- Computer an den Erfolg des iPhone und der zahlreichen Anwendungen für das Apple-Handy anknüpfen. © AP
“Wir nennen es iPad“, sagte Konzernchef Steve Jobs am Mittwoch bei der Vorstellung des mit Spannung erwarteten Geräts in San Francisco. © AP
Das iPad wird in den USA ab 499 Dollar angeboten. Die teuerste Variante mit UMTS-Modem und 64 Gigabyte Hauptspeicher soll 829 Dollar kosten. © AP
 Die ersten Geräte mit drahtlosem Internet (WiFi) sollen in zwei Monaten verfügbar sein, die UMTS-Variante soll in 90 Tagen auf den Markt kommen. © AP
Für das iPad erweitert Apple seinen Onlineladen iTunes um eine Buchabteilung “iBooks“, in der Titel der Großverlage Penguin, HarperCollins, Simon & Schuster, Macmillan sowie Hachette angeboten werden. Apple tritt damit gegen E-Book-Anbieter wie Amazon (“Kindle“) oder Sony an. © AP
Wie das iPhone kann das iPad aus dem iTunes Store von Apple außerdem mit Videos, Musik und kleinen Programmen (“Apps“) bestückt werden. © AP
Für das iPhone sind nach den Worten von Jobs inzwischen über 140 000 Anwendungen verfügbar. Die iPhone-Apps sollen alle auch auf dem iPad laufen. © AP
Das iPad wird wie das iPhone mit Fingergesten auf einem berührungssensitiven Bildschirm gesteuert. Im Gegensatz zu ultraleichten Laptops verfügt der Tafel-Computer nicht über eine Hardware-Tastatur. © AP
Texte werden wie beim Apple-Handy iPhone über virtuelle Tasten auf dem Display eingegeben. © AP
Passend zum iPad wird Apple eine Variante des Office-Pakets “iWork“ auf den Markt bringen, das aus einer Textverarbeitung, Tabellenkalkulation sowie einem Präsentationsprogramm besteht. © AP
Die drei iWorks-Anwendungen werden für jeweils zehn Dollar im iTunes-Store verkauft. Alle iPad-Modelle werden mit einer drahtlosen Internet-Verbindung (WiFi) angeboten, einige Modelle auch mit einem Mobilfunkmodem (UMTS). © AP
Wie beim iPhone werden die UMTS-Modelle des iPad zusammen mit dem Provider AT&T vertrieben. © dpa
Im Gegensatz zum iPhone sperren Apple und AT&T aber andere Provider nicht aus, sondern bieten das Gerät ohne “Netlock“ an. © dpa
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
Ipad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
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Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap
iPad
Die neue Apple-Sensation iPad © ap

Den Berichten zufolge ist das Amazon-Tablet mit dem PlayBook des Blackberry-Herstellers Research in Motion verwandt - weil es ebenfalls vom Auftragsfertiger Quanta mitentwickelt worden sei, berichtete das Blog “gdgt“. Das Playbook ist bisher weitgehend erfolglos geblieben, was allerdings vor allem an Software-Problemen bei RIM liegen könnte.

“TechCrunch“ hatte bereits Anfang September geschrieben, das Amazon-Tablet werde im November zu einem Kampfpreis von 250 Dollar - also nur etwa halb so teuer wie Apples günstigstes iPad-Modell. Das Gerät laufe zwar auf Basis des Google-Betriebssystems Android - allerdings handele es sich um eine vom aktuellen Entwicklungsprozess “abgenabelte“ Version, an der Amazon auf eigene Faust weitergearbeitet habe. Google-Dienste seien bei einem Testgerät nirgendwo zu sehen gewesen, Apps könne man sich zum Beispiel nur von Amazons eigener Software-Plattform laden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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