Ego-Shooter

Call of Duty: World War 2 im Test: Endlich wieder ein echtes CoD!

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Mit Call of Duty: World War 2 kehrt die erfolgreichste Egoshooter-Reihe zu ihren Wurzeln zurück: In den Zweiten Weltkrieg,

Mit Call of Duty: World War 2 kehrt die erfolgreichste Egoshooter-Reihe zu ihren Wurzeln zurück. Hier geht’s zum Test.

Endlich ist Call of Duty wieder zurück! Okay, die Reihe war nie weg. Aber die Spiele Advanced Warfare, Black Ops III und Infinite Warfare vergraulten viele CoD-Fans. Zu futuristisch, zu viel Science Fiction, Schwerelosigkeit, Weltall und Jetpacks.

Zugegeben: Infinite Warfare ist ein klasse Spiel. Aber es fühlte sich einfach nicht mehr nach Call of Duty an. Wo waren die Sturmgewehre, die Maschinenpistolen, die Shotguns? Und wer bitteschön, will auf anderen Planeten gegen irgendwelche komischen galaktischen Separatisten kämpfen oder was auch immer das für Typen waren?

Die Rückkehr zum WW2-Szenario bringt uns eine atemberaubende, spannungsgeladene, bombastische und vor allem zeitgemäße Neuauflage der alten CoD-Games. Nach acht Jahren Pause (der letzte Weltkriegs-Shooter war CoD: World at War im Jahr 2009) geht es einem wie seinerzeit, als Modern Warfare der Reihe einen fesselnden Reboot brachte.

Und hey: Wer hätte jemals gedacht, dass wir man sich so sehr für die Neuauflage eines Shooters im Zweiten Weltkrieg begeistern kann? Aber: Schon Battlefield 1 zeigt im vergangenen Jahr, dass man Fans von Ego Shootern auch heute noch für historische Thematiken begeistern kann. Und so viel sei verraten: Call of Duty: World War 2 übertrifft den Rivalen aus dem Ersten Weltkrieg um Längen. Das Spiel bietet uns eine großartige Kampagne, einen starken Multiplayer-Modus und einen Zombie-Modus, der so düster daherkommt wie noch nie.

Call of Duty: World War 2: Die Kampagne

Call of Duty war schon immer am stärksten, wenn die Entwickler nach dem Motto „Gut kopiert ist besser als schlecht erfunden“ handelten. Frühere Spiele kopierten Kriegsfilm-Klassiker wie „Duel: Enemy at the Gates“. Call of Duty: World War 2 ist eindeutig vom Hollywood-Film „Der Soldat James Ryan“ und der legendären Serie „Band of Brothers“ inspiriert. Der Anfang des Spiels ist nahezu 1:1 eine Umsetzung der ersten Minuten des Kriegsfilm-Klassikers mit Tom Hanks, in denen die amerikanischen Truppen bei der Landung in der Normandie aufgerieben werden, aber unter großen Verlusten die deutschen Linien überrennen.

Die Story der Kampagne atmet den Geist von „Band of Brothers“. Motto: Egal, was kommt, ich bin für meine Kameraden da! Der Protagonist, Private Red Daniels, erlebt mit seinem Platoon die Befreiung von Paris, den Sturm auf Aachen, die Schlacht im Hürtgenwald und den Marsch über den Rhein ins deutsche Herzland. Bei der Befreiung von Paris übernimmt man zwischenzeitlich eine französische Widerstandskämpferin der Résistance, die ins deutsche Hauptquartier eingeschleust wird. In diesem Abschnitt des Spiels muss man mit Multiple-Choice-Dialogen deutsche Wachen umgehen, um einen Koffer mit Sprengstoff zu erreichen. Wie bitte? Dialoge in einem Call of Duty? Richtig! Und es funktioniert ausgesprochen gut. Dieses Level besticht durch den Nervenkitzel angesichts der Tatsache, jederzeit auffliegen zu können. Die Wahl der richtigen Antworten ist übrigens keine große Herausforderung, sofern man seine gefälschten Papiere nur sorgfältig gelesen hat.

Im Laufe der sechs Stunden langen Kampagne (die einem immer noch viel zu kurz vorkommt) wachsen einem Private Daniels und seine Kameraden echt ans Herz. Neben Daniels steuert man auch einen Panzer oder einen Kampfjet, was zusätzliche Abwechslung bringt. Einzige Kritik: Die Panzer- und Flug-Levels fallen so stark aus, dass es ruhig mehr davon geben könnte.

In puncto Spielerlebnis setzt Call of Duty das Feeling der Zweit-Weltkriegs-Waffen sensationell gut um. Die Entwickler haben sich wieder ins Zeug gelegt, so dass man das Gefühl hat, mit den originalen Waffen zu schießen. Spezialwaffen wie Flammenwerfer oder Schrotflinten mit Brandmunition kommen besonders stark rüber. Die Sniper-Einlagen sind ebenfalls hervorragend. Sogar die wenigen Stealth-Missionen wissen zu begeistern. Wer hätte das bei einem Call of Duty gedacht?

Eine wichtige Neuerung: Die Lebensenergie lädt sich nicht mehr automatisch auf. In Call of Duty: World War 2 kommen Medikits zum Einsatz. Von denen es aber mehr als reichlich findet. Die Medikits bekommt man auch von den Kameraden – ebenso wie Munition, die genaue Anzeige gegnerischer Ziele oder Rauchgranaten, um Artilleriebeschuss zu markieren. Eine weitere Neuerung, die wirklich Spaß macht.

Call of Duty: World War 2: Der Multiplayer

Na, wer hätte es gedacht? Ein Multiplayer kann auch ohne Wandläufe und Jetpacks mächtig Spaß machen. Call of Duty: World War 2 kehrt zur gewohnten Formel zurück: Man stirbt schnell, wird schnell respawned und tötet schnell.

Der Mulitplayer-Modus kommt insebesondere ungeübten Spielern – die früher oft kein Bein auf den Boden bekamen – entgegen. Schnell lernt man das gesamte Waffenarsenal kennen. Wer sich die unterschiedlichen Funktionsweisen der Waffen einprägt, erlebt schnell Erfolge. Im Mulitplayer-Modus kämpft man an verschiedenen aus der Kampagne bekannten Schauplätzen in die Schlacht. Hinzu kommen Karten mit weiteren Schauplätzen, die wirklich stark sind. Gibraltar, der Hafen von London oder das französische Städtchen Carentan bieten jede Menge Spielspaß.

Sichere Stellen, an denen man sich verschanzen kann, um die Gegner aus dem Hinterhalt zu töten, gibt es nicht mehr. Der Spieler wird gezwungen, ständig in Bewegung zu bleiben. So liefert Call of Duty dynamische und actionreiche Multiplayer-Kämpfe, in denen man sehr schnell abgeschossen wird – aber auch sehr schnell Erfolgserlebnisse hat.

Call of Duty: World War 2 – Das Fazit

Endlich, Call of Duty ist wieder da! Alle Fans, die von den futuristischen Spiele der vergangene Jahre abgestoßen wurden, können – nein! - müssen zugreifen. Der Shooter überzeugt mit einer dramatischen Kampagne, die einen nie zur Ruhe kommen lässt. Hinzu kommen starke Karten im Multiplayer, die einen lange an das Spiel fesseln.

Und dann kombiniert das Spiel wieder die beiden absolut ekelhaften Gegner: Nazis und Zombies. Im Vier-Spieler-Koop kann man sich Horden von Nazi-Zombies stellen. Der Modus fällt so gut aus, wie seinerzeit bei World at War oder bei Black Ops. Es tut so gut, endlich wieder ein echtes Call of Duty zu spielen!

Plattform: PC, PS4, Xbox One

Preis: 50 bis 60 Euro

Altersfreigabe: Ab 18 Jahren

fro

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