Seit 25 Jahren im Dauer-Einsatz

Dieser Commodore 64 entzückt das Netz

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Dieser Commodore 64 läuft und läuft und läuft...

Danzig - Ein Computer treibt derzeit den Online-IT-Nerds Tränen der Nostalgie in die Augen. Der Commodore 64 hält in Polen eine Autowerkstatt am Laufen - und das schon seit 25 Jahren.

Er ist der meistgebaute Heimcomputer aller Zeiten, auf ihm lernte eine ganze Generation das Programmieren und daddelte ihre ersten PC-Spiele. Der Commodore 64 ist auch 34 Jahre nach seiner Markteinführung Kult. Natürlich ist seine Würfel-Grafik mit 16 Farben längst völlig überholt, die Leistung des 1-Megahertz-Prozessors ebenso wie sein 64-KByte-RAM-Arbeitsspeicher im Vergleich zu heutigen Geräten ein schlechter Witz - deswegen benutzt ihn heute auch keiner mehr. Besser gesagt: fast keiner. 

Denn eine kleine Autowerkstatt im polnischen Gdansk hat sich allen Modernisierungs-Trends versagt und wickelt ihre Geschäfte seit 25 Jahren mit dem bei Kennern liebevoll "Brotkasten" genannten PC-Großvater ab. Das zeigt ein Foto, das Commodore USA auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht hat. 

Dass der Commodore 64 überhaupt noch so brav seine Arbeit verrichtet, kann man getrost als kleines Wunder bezeichnen - umso mehr, als er nicht gerade pfleglich behandelt wird, wie die Staubschicht beweist, unter der er sich versteckt. Sogar eine Flutkatastrophe soll das robuste Teil bereits überstanden haben.

Ein weiterer Vorteil des Schaltkreis-Greises: Er führt die Mitarbeiter der Werkstatt nicht in Versuchung, auf ihm im Netz nach Katzenvideos zu suchen oder sich von fragwürdigen Seiten Viren herunterzuladen, denn für den Online-Betrieb ist er schlichtweg zu lahm. Die auf dem Rechner installierte Software wird ausschließlich für das Ausbalancieren von Antriebswellen genutzt.

hn

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