Angst vor Datendiebstahl

US-Internetnutzer schützen sich besser

New York - Angesichts wachsender Sorge vor Überwachung und Datendiebstahl unternehmen US-Internetnutzer laut einer Studie zunehmend Schritte zum Schutz ihrer Privatsphäre.

86 Prozent der Nutzer hätten verschiedene Maßnahmen getroffen, um ihre Daten vor der Überwachung durch andere Nutzer oder Firmen zu schützen, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Pew Research Center. Dennoch gaben viele Nutzer an, bereits im Internet Opfer von Betrug, Beleidigung oder Verunglimpfung geworden zu sein.

So erklärten 21 Prozent der Befragten, es sei bereits ihr E-Mail-Konto oder ihr Profil in sozialen Medien gekapert worden. Elf Prozent sagten, ihnen seien Kontodaten oder ihre Sozialversicherungsnummer gestohlen worden. Sechs Prozent gaben an, im Internet Opfer eines Betrugs geworden zu sein und Geld verloren zu haben.

Weiter sagten laut dem Bericht zwölf Prozent, im Internet verfolgt oder belästigt worden zu sein. Bei weiteren sechs Prozent wurde eigenen Angaben zufolge ihr Ruf durch Vorfälle im Internet beschädigt, während vier Prozent angaben, wegen eines Vorfalls im Internet körperlich in Gefahr geraten zu sein.

Laut der Studie sind 50 Prozent der Internetnutzer beunruhigt über die Menge an öffentlich verfügbaren Informationen über sie. Im Jahr 2009 waren dies noch 33 Prozent. "Nutzer wollen eindeutig die Möglichkeit, online anonym zu bleiben, und sind zunehmend darüber beunruhigt, dass dies nicht möglich ist", sagte der Mitautor der Studie, Lee Rainie. Dabei sei den Nutzer mehr daran gelegen, ihre persönlichen Daten vor Hackern, Werbefirmen sowie ihren Freunden und Familien zu schützen als vor der Regierung.

Nach Angaben der Studie löschen 64 Prozent regelmäßig sogenannte Cookies, die persönliche Informationen speichern. 41 Prozent blockieren demnach Cookies komplett. Einige löschen zudem frühere Einträge im Internet, benutzen öffentliche Computer zum Surfen oder verwenden Benutzernamen ohne offensichtlichen Bezug zu ihnen. 14 Prozent gaben außerdem an, ihre E-Mails teilweise zu verschlüsseln, und weitere 14 Prozent erklärten, Dienste wie virtuelle Netzwerke zu benutzen, um nicht die IP-Adressen ihres Computers offenzulegen.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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