Technik-Messe in Las Vegas

Dezent, smart und teuer - Die TV-Trends der CES

Platzsparend: LGs Signature OLED TV R kann seinen 65-Zoll-Schirm einfach in das kniehohe Sockel-Gehäuse einrollen, wenn nicht ferngesehen wird. Foto: Andrea Warnecke
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Platzsparend: LGs Signature OLED TV R kann seinen 65-Zoll-Schirm einfach in das kniehohe Sockel-Gehäuse einrollen, wenn nicht ferngesehen wird. Foto: Andrea Warnecke
Samsungs Micro LED 75 ist modular aus randlosen Displaybausteinen aufgebaut und arbeitet mit selbstleuchtenden Dioden, die hohe Kontraste und tiefe Schwarzwerte bei sehr hoher Gesamthelligkeit ermöglichen. Foto: Andrea Warnecke
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Samsungs Micro LED 75 ist modular aus randlosen Displaybausteinen aufgebaut und arbeitet mit selbstleuchtenden Dioden, die hohe Kontraste und tiefe Schwarzwerte bei sehr hoher Gesamthelligkeit ermöglichen. Foto: Andrea Warnecke
Die Idee hinter Samsungs neuer Micro-LED-Technologie: Besonders kleine selbstleuchtende LEDs, die auf dem Panel sehr dicht beieinander liegen. Foto: Andrea Warnecke
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Die Idee hinter Samsungs neuer Micro-LED-Technologie: Besonders kleine selbstleuchtende LEDs, die auf dem Panel sehr dicht beieinander liegen. Foto: Andrea Warnecke
Großes Kino: Sonys neues 8K-TV-Gerät ZG9 in der 85-Zoll-Variante. Foto: Andrea Warnecke
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Großes Kino: Sonys neues 8K-TV-Gerät ZG9 in der 85-Zoll-Variante. Foto: Andrea Warnecke
Wie gemalt: TCL zeigt auf der CES seinen neuen 8K-Fernseher X10. Foto: TCL
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Wie gemalt: TCL zeigt auf der CES seinen neuen 8K-Fernseher X10. Foto: TCL
Eher im oberen Preissegment angesiedelt sind auch die 8K-Fernseher (7680 zu 3840 Pixel), die LG, Samsung, Sony oder TCL in Las Vegas zeigen. Foto: Andrea Warnecke
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Eher im oberen Preissegment angesiedelt sind auch die 8K-Fernseher (7680 zu 3840 Pixel), die LG, Samsung, Sony oder TCL in Las Vegas zeigen. Foto: Andrea Warnecke
Leif-Erik Lindner ist Geschäftsführer von Samsungs deutscher TV-Sparte. Foto: Andrea Warnecke
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Leif-Erik Lindner ist Geschäftsführer von Samsungs deutscher TV-Sparte. Foto: Andrea Warnecke
Groß wie eine Leinwand: Ganze 88 Zoll Displaydiagonale misst dieser LG-Fernseher mit OLED-Technologie. Foto: Andrea Warnecke
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Groß wie eine Leinwand: Ganze 88 Zoll Displaydiagonale misst dieser LG-Fernseher mit OLED-Technologie. Foto: Andrea Warnecke

Ob Fernseher von der Rolle oder aus Klötzchen: Auf der CES in Las Vegas überbieten sich die Hersteller mit spektakulären neuen Geräten. Die Innovationen für den Massenmarkt liegen aber eher im Detail.

Las Vegas (dpa/tmn) - Spektakulär beschreibt es gut. Auf Knopfdruck fährt aus dem Sideboard ein ausgewachsenes Fernseh-Display heraus. Dabei ist im Sockel von LGs Signature OLED TV R gar nicht genug Platz für den 65-Zoll-Schirm, sollte man meinen.

Damit alles passt, wird der Fernseher einfach in dem kniehohen Gehäuse aufgerollt. Aufgerollt? Ein Fernseher? Kein Scherz. Was LG 2018 noch als Idee präsentierte, ist mittlerweile so weit gediehen, dass die Koreaner es guten Gewissens auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas (8. bis 11. Januar) zeigen: Ein Fernseher, der nur ein Fernseher ist, wenn es sein muss, und ansonsten ein unauffälliges, aber elegantes Möbelstück.

Selbstleuchtende Dioden bei Samsung

Den Trend zum dezenten Fernsehdesign, den LG unauffälliges Display nennt, verfolgt auch Samsung. Seit zwei Jahren haben die Koreaner mit The Frame bereits einen Fernseher, der wie ein Bilderrahmen aussieht und dekorativ Gemälde anzeigen kann. Mit dem in Las Vegas vorgestellten Micro LED 75 geht es nun einen Schritt weiter. Der modular aufgebaute Fernseher bringt Samsungs Micro-LED-Technik in den Heimbereich. Die Technik mit selbstleuchtenden Dioden ermöglicht hohe Kontraste und tiefe Schwarzwerte bei sehr hoher Gesamthelligkeit. Und die randlosen Displaybausteine lassen zahlreiche Formen zu.

Was beiden Geräten gemein ist: Genaue Angaben zu Preisen und Verfügbarkeit im Handel gibt es noch nicht. Wirklich bezahlbar für die Massen dürften aber sowohl LGs TV-Rolle als auch Samsungs Micro-LED-Schirm in nächster Zeit nicht sein. Vergleichbar ausgestattete Geräte mit aktueller Technik liegen schnell jenseits der 5000-Euro-Marke. Und bis derartige Spitzentechnik zur Alltagsware wird, dürfte es noch ein wenig dauern.

Künstliche Intelligenz für bessere Bilder

Eher im oberen Preissegment angesiedelt sind auch die 8K-Fernseher (7680 zu 3840 Pixel), die LG, Samsung, Sony oder TCL in Las Vegas zeigen. Da Filme in so hoher Auflösung immer noch rar sind, setzen die Hersteller auf viel künstliche Intelligenz für bessere Bilder. Ausgefeilte Technik rechnet Bilder in die höhere Auflösung um. Sie analysiert, was sich auf dem Bildschirm befindet, passt Farbdarstellung und Helligkeit an, glättet Kanten oder erschafft Zwischenbilder für eine rundere Darstellung. Auch beim Ton wird viel Hand angelegt. Sonys neue 8K-Modelle der AG9- und ZG9-Reihen platzieren Ton auf dem Bildschirm da, wo er entsteht, und können etwa Schauspielern ihre Worte förmlich in den Mund legen.

Blickt man auf Software und Bedienung, wird bei den Modellen über alle Preisklassen deutlich: Fernseher sind längst keine reinen Abspielgeräte für das lineare TV-Programm mehr, sondern zentraler Zugangspunkt für alle digitalen Medieninhalte. Die Hersteller bemühen sich - auch als ein Verkaufsargument - darum, möglichst viele Anbieter von TV-Sendern und ihren Mediatheken bis hin zu den gängigen Streamingdiensten gleich ab Werk zu integrieren.

Kooperationen mit Film- und Serienanbietern

Samsungs neue Smart TVs arbeiten jetzt etwa auch mit iTunes Movies und TV-Serien zusammen, Netflix, Mediatheken und Co. sind längst an Bord. Auch Hisense will 2019 seine überarbeitete Vidaa-Plattform auf Geräte im deutschen Markt bringen. Ebenfalls neu: Apples drahtlose Bild- und Tonübertragung AirPlay 2 erhält Einzug auf neueren Smart-TVs von LG und Samsung, damit auch Videos oder Musik vom iOS-Smartphone auf dem Fernseher landen kann - bislang war dafür ein Apple TV nötig.

Zusammen mit den auf immer mehr aktuellen Geräten integrierten Sprachassistenten Google Assistant oder Amazons Alexa lässt sich dieses Plus an Inhalten gemeinsam mit den vernetzten Geräten im Haushalt auch noch per Sprache steuern.

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