"Digitale Branche wird tragende Säule der Wirtschaft"

Düsseldorf/Berlin - Die digitale Wirtschaft boomt in Deutschland und hat bereits im vergangenen Jahr erstmals die Umsatzmarke von 100 Milliarden Euro überschritten.

Das könnte auch rosige Aussichten für die Gesamtwirtschaft bedeuten, da die digitale Wirtschaft eine “starke Hebelwirkung“ auf alle anderen Branchen ausübe, betonte der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) am Donnerstag. Für das laufende Jahr erwartet die Branche einen Zuwachs von rund acht Prozent auf 110 Milliarden Euro, 2012 sollen es über 120 Milliarden Euro Umsatz werden. “Auch für die nächsten Jahre gehen wir von einem stetigen Wachstum aus, so dass die digitale Branche zu einer tragenden Säule der deutschen Wirtschaft wird“, sagte Arndt Groth, Präsident des BVDW. Die digitale Wirtschaft versteht der Verband als eine Querschnittsbranche, die im Kern alle Wirtschaftszweige umfasst, in denen für die Geschäfte eine Internet-Adresse (IP) verwendet wird. Dazu gehören beispielsweise mobile und stationäre Datendienste, IT-Services wie Outsourcing und Cloud-Computing sowie Online-Services, das Geschäft mit Web-Inhalten und der Handel zwischen Unternehmen und mit Endkunden.

“Die digitale Wirtschaft ist ein Wachstumsmotor in Deutschland“, sagt Joachim Hafkesbrink, Geschäftsführender Vorstand beim Rhein-Ruhr-Institut für angewandte Systeminnovation (RIAS). “Neben der Erzeugung der eigenen Wertschöpfung übt die digitale Wirtschaft eine starke Hebelwirkung für die Gesamtwirtschaft aus.“ Pro einen Euro Umsatz aus der Branche würden Transaktionen von acht bis neun Euro im elektronischen Handel ermöglicht. Der Arbeitsmarkt profitiere ebenfalls von der wirtschaftlichen Dynamik, heißt es. Im kommenden Jahr dürfte die Zahl der Beschäftigten von heute 364 000 auf über 390 000 in der Branche steigen, prognostiziert der Verband.

Die Zahlen sind Ergebnisse einer Studie, die der BVDW zusammen mit dem RIAS e.V. durchgeführt hat. Dafür wurden zahlreiche Daten von Branchenverbänden, Unternehmensberatungen und Zahlen von Behörden wie dem Statistischen Bundesamt ausgewertet.

dpa

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