E-Book-Reader: Bibliothek im Taschenformat

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E-Book-Reader werden immer beliebter: Sie sind klein, handlich und speichern tausende E-Books.

E-Book-Reader erobern den Markt. Die Vorteile: Sie sind leicht, passen in jede Handtasche und speichern tausende E-Books – viel mehr als ein Mensch an Büchern tragen könnte.

Nach einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom spielt derzeit die Hälfte der Deutschen mit dem Gedanken, sich ihr erstes E-Book zu kaufen – ein Buch in elektronischer Form. Gelesen wird es auf einem Lesegerät, einem sogenannten E-Book-Reader. E-Books lassen sich auch auf Computern, Smartphones oder Tablet-Computer nutzen. Doch wo liegt der Unterschied? Hier wird erklärt, wie E-Books funktionieren und auf was Sie beim Kauf achten sollten.

Elektronische Tinte oder Farbdisplay

Die meisten E-Book-Reader laufen mit der sogenannten E-Ink-Technologie. Dabei wird jeder Buchstabe mit Hilfe von winzigen Kügelchen geformt. Sie sind auf einer Seite weiß auf der anderen schwarz und werden elektromagnetisch gesteuert. Strom wird nur benötigt, wenn sich das Bild ändert, also beispielsweise, wenn eine Seite umgeblättert wird. Der Schwarz-Weiß-Bildschirm ist unbeleuchtet. Um im Dunklen zu lesen braucht der Nutzer eine Leselampe. Dafür spiegelt der Bildschirm auch bei Sonne kaum. Der optische Unterschied zu Papier ist mit den Augen kaum zu erfassen.

Tablet-Computer und Smartphones bieten mehr multimediale Anwendungen als die reinen Lesegeräte. Auf der bunten Anzeige kann man auch Spiele spielen oder Videos anschauen. Die Hintergrundbeleuchtung lässt die Augen jedoch schneller ermüden und bei Sonnenlicht ist auf ihrem Bildschirm kaum etwas zu erkennen. Die Akkulaufzeit ist deutlich kürzer: Bei E-Book-Readern beträgt sie rund zwei Wochen, Tablet-PCs müssen nach rund zehn Stunden an die Steckdose.

So kommen die E-Books auf den Reader

E-Books lädt man über das Internet auf die Geräte. Teilweise verfügen sie dafür über drahtlose Internetzugänge per WLAN, zum Teil sogar über mobiles Internet über das Handynetz. Bei einigen Geräten ist ein Umweg über den Computer notwendig: Nutzer müssen dann die Inhalte zuerst aus dem Internet auf den Rechner spielen und anschließend auf den E-Book-Reader.

Laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) vertreibt rund ein Drittel aller Verlage in Deutschland elektronische Bücher. Im Durchschnitt kosten E-Books etwa 20 Prozent weniger als herkömmliche Bücher, da die Kosten für Druck und Vertrieb entfallen. Meistens liegen sie im EPUB-Standardformat vor. Dieses wird von fast allen E-Book-Readern unterstützt und passt den Text automatisch an die Bildschirmgröße an.

E-Book-Käufer werden Nutzer nicht Eigentümer

Beim Kauf eines E-Books gelten andere Regeln als bei einem normalen Buch. Im Gegensatz zum herkömmlichen Buch erwerben Leser nämlich keinen Gegenstand, der in ihren Besitz übergeht, sondern nur sogenannte Nutzungsrechte. Die Nutzungsrechte werden in den jeweils geltenden Nutzungsbedingungen des Anbieters – in der Regel ein Online-Buchhändler – definiert.

E-Books sind in der Regel nicht übertragbar. Das heißt: Der Verbraucher darf seine E-Books weder weiterverkaufen noch verschenken oder verleihen. Ihm ist lediglich erlaubt, fünf bis sechs Sicherheitskopien für den eigenen Gebrauch zu erstellen. Damit schützen sich die Verlage vor unrechtmäßiger Vervielfältigung der E-Books.

Will der Leser sein digitales Buch von einem Lesegerät auf ein anderes übertragen, treten oft Probleme auf. Das zweite Gerät erkennt oft den Kopierschutz und das Format des E-Books nicht. Apple und Amazon verwenden zum Beispiel einen Kopierschutz, der nur auf den eigenen Geräten läuft.

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