Einfach lächerlich - Ein Kommentar zum möglichen Verbot von "Facebook-Partys"

Nachdem immer häufiger "Facebook-Partys" für kleine und größere Polizeieinsätze gesorgt haben, überlegen nun die Innenminister der Länder, diese Feiern zu verbieten - ein Kommentar.

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Es klingt nach einer einfachen Lösung: Nachdem immer häufiger so genannte Facebook-Partys für kleinere und größere PolizeiEinsätze gesorgt haben, wollen die Innenminister der Länder diese Feiern nun schon im Vorfeld verbieten.

Super, möchte man im ersten Moment noch applaudieren. Gut gebrüllt, denn die Kosten der Polizei-Einsätze bei Partys, die, wie jüngst in Hamburg geschehen, aus dem Ruder laufen, werden natürlich der Allgemeinheit aufgebürdet. Dennoch: Mehr als ein kurzer Brüll bleibt dieser Vorschlag nicht. Er ist wirklichkeitsfremd und lächerlich.

Tatjana Braun über ein mögliches Verbot von Facebook- Partys

Jeder vierte Deutsche ist mittlerweile im sozialen Netzwerk Facebook aktiv. Dort schreibt man an Pinnwände, lädt per Chat oder Nachricht zum Geburtstag ein. Vielleicht auch versehentlich im öffentlichen Bereich - und schon ist es geschehen: Viele lesen die Nachricht und fühlen sich ebenfalls eingeladen. Wer kann ernsthaft auch nur einen kleinen Teil dieser Konversationen kontrollieren? Die Ordnungshüter, die mit ihren bisherigen Aufgaben schon ausgelastet sind? Ebenso gut könnte man anordnen, dass niemand mehr seinen Geburtstag mit Freunden feiern, ja, dass Wasser nicht mehr bergab fließen darf.

Man könnte den Herren Herrmann, Schünemann und Co. nur Aktionismus unterstellen. Doch so plump es klingt: eine solche Forderung zeugt von purer Unwissenheit. Ihre Wähler (in spe) lachen darüber nur.

tat@hna.de

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