Online-Shop von Ritter Sport lahmgelegt

Hype um Einhorn-Schokolade: Wie sie schmeckt und wo es noch welche gibt

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Da werden nicht nur Kinderaugen größer: Im Internet ist diese neue Sorte ein begehrter Hit. Die Schokolade ist in einer limitierten Edition erschienen.

Waldenbuch. „Quadratisch. Magisch. Gut.“ So lautet der Slogan für die neue Schokoladensorte, die Rittersport am Dienstag auf den Markt gebracht hat. Die Nachfrage war so groß, dass der Online-Shop des Unternehmens mehrfach wegen der Sorte „Einhorn“ zusammenbrach.

Wie das Unternehmen auf die Idee kam und wo man noch eine Tafel bekommt, beantworten wir hier.

Wonach schmeckt die neue Sorte?

Es handelt sich um weiße Magermilchjoghurt-Schokolade mit schwarzem Johannisbeer- und Himbeerpulver sowie Himbeerstückchen. Die Tafel besteht aus drei verschiedenfarbigen Schichten. Oben ist sie weiß, rosafarben in der Mitte und rot bildet den Abschluss.

Was ist das Besondere an diesem Produkt? 

Im Wesentlichen sind es zwei Dinge. Erstens wurde die Sorte von Kunden entwickelt. Im Internet bietet Ritter Sport eine digitale Sortenkreation an. Dort hatte ein Süßigkeitenfan die Idee. Zweitens trifft die Verpackung den Geschmack vieler Nutzer in sozialen Netzwerken. Einhörner – in Kombination mit glitzerndem Regenbogen und einem Hintergrund in Pink – sind seit einiger Zeit der letzte Schrei auf Facebook und Twitter.

Wie viele Tafeln hat Ritter Sport bislang hergestellt?

Laut Pressestelle des Unternehmens ist die Stückzahl streng limitiert. „Welche Anzahl wir hergestellt haben, ist aber ein Geheimnis“, sagte Franziska Schlotz aus dem Presseteam. Bei der vorigen Sonderedition (Hafer und Banane) wurden 50.000 Stück produziert.

Wo bekommt man die Schokolade jetzt noch? 

Der Online Shop von Ritter Sport ist geplündert. Dort ist „Einhorn“ bis auf weiteres ausverkauft. Zudem war die Serverkapazität ausgeschöpft - zu viele Nutzer waren gleichzeitig auf dem Portal um die neue Kreation zu kaufen. „Die einzige Möglichkeit ist, sich eine Tafel in unseren Shops zu kaufen“, sagt Schlotz. Die Läden befinden sich in Berlin und im baden-württembergischen Waldenbuch, dem Firmensitz.

Gibt es jetzt einen Schokoladen-Schwarzmarkt?

Nicht wirklich. Auf Ebay wurden am Mittwoch zwar Tafeln für bis zu 50 Euro von Privatleuten angeboten, verboten ist das jedoch nicht. „Rechtlich kann man nichts dagegen tun. Es ist aber nicht unterstützenswert“, sagt Schlotz. Im Laden bei Ritter Sport kostet ein Exemplar 1,99 Euro. Wegen der geringeren Stückzahl ist der Preis höher als sonst. Eine handelsübliche Tafel kostet im Supermarkt rund einen Euro. Laut Pressestelle wurde die Hafer-Bananen-Schokolade namens "Äffle & Pferdle" auf Ebay sogar für eine Million Euro angeboten. Allerdings sah man das im April 2016 "mit einem Augenzwinkern".

Welche Erwartungen hatte das Unternehmen? 

Offenbar nicht die größten. „Wir waren sehr erfreut und erstaunt über den Erfolg“, sagt Schlotz.

HINTERGRUND: DER EINHORN-TREND

Man frag sich, woher der Trend zum Einhorn entstanden ist. Schließlich begegnen einem die Fabelwesen nicht nur inflationär auf Facebook, Twitter und Instagram. Auch die Deko-Geschäfte sind voll mit dem Motiv. Nicht zuletzt hat sich auch die Textilindustrie eingeschaltet. Selbst für erwachsene Frauen gibt es Slips, T-Shirts, Hauschuhe und vieles mehr, was mit der Fantasiegestalt versehen wird. Vermutlich hat der Hype um das Einhorn seinen Ursprung bei Twitter. Schon vor einigen Jahren hatten sich - meist glatzköpfige, muskulöse Männer - einen Spoaß daraus gemacht, ihre weiche und märchenhafte Seite zu zeigen. Deswegen verkleideten sie sich als Unicorn Man (Einhorn-Mann) und stellten Fotos von sich via Twitter ins Netz. Und auf Twitter blieb dieses Phänomen auch vorerst. Doch irgendwann schwappte die Begeisterung für die fabelhaften Pferde auch auf andere soziale Medien über.

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