Funktion wird erneut ausgerollt

Trotz Beschwerden: Facebook aktiviert wieder die Gesichtserkennung

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Die Gesichtserkennung bei Facebook kommt im Mai 2018: Dadurch soll es Nutzern leichter fallen, Freunde auf Fotos und Videos zu markieren.

Schon im Jahr 2011 gab es bei Facebook die Gesichtserkennung. Da sich aber massenhaft Nutzer beschwerten, wurde die Funktion 2012 aus dem Netzwerk entfernt. Nun geht es aber wieder los.

Doch was genau ist mit Gesichtserkennung gemeint? Kommt man ganz nah mit dem Gesicht an den Bildschirm, um dann von Facebook identifiziert zu werden? Nein, ganz so plakativ und futuristisch ist der Vorgang dann doch nicht. Es geht dabei um das Erkennen von Gesichtern auf Fotos. Und zwar um Fotos, die User bei Facebook hochladen. Betroffen von dem erneuten Rollout sind Europa und Kanada.

Wie funktioniert die Gesichtserkennung bei Facebook?

Ein Beispiel: Maria hat ein Foto von sich und ihren Freundinnen Sarah und Mia gemacht. Sie lädt es bei Facebook hoch. Statt nun selbst in der Freundesliste nach ihren Freundinnen zu suchen, um sie durch ein paar Klicks mit dem Bild zu verlinken, erledigt das Facebook selbst. Durch das Abgleichen von Pixel-Folgen schlägt Facebook Maria direkt vor, wer auf diesem Bild abgebildet sein könnte.

Das Video gehört zur Plattform Glomex. Es wurde nicht von der HNA erstellt.

Im Prinzip hat also jeder, der bei Facebook ein Foto von sich hochgeladen hat, die spezifischen Daten und Maße seines Gesichtes im sozialen Netzwerk hinterlegt. Denn nur so kann Facebook immer wieder unzählige Bilder scannen und sie den jeweiligen Nutzern zuordnen.

Was kann der Nutzer gegen die Gesichtserkennung tun?

Im ersten Anlauf wurde die Gesichtserkennung 2011 einfach eingeführt und man musste sie als User explizit ausschalten. Dieses Mal soll es anders laufen. Facebook fragt dann jeden Nutzer, ob er es zulässt, auf Fotos sowie Videos erkannt zu werden. Bisher ist die Funktion noch nicht wieder neu ausgerollt worden. Doch bis 25. Mai 2018 müssen sich die Nutzer letztlich entscheiden. Das Datum hängt mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung der EU zusammen, die dann in Kraft tritt. Wer im Nachhinein nicht via Gesichtserkennung von Facebook identifiziert werden will, kann das unter dem Menü-Punkt "Einstellungen" -> "Kontoeinstellungen" -> "Gesichtserkennung" -> "Möchtest du zulassen, dass Facebook dich auf Fotos und in Videos erkennt?"-> "Nein".

Was gibt Facebook als Vorteil für Gesichtserkennung an?

Facebook führt als großen Vorteil an, dass das Markieren von Freunden viel unkomplizierter und leichter wird, wenn man die Gesichtserkennung zulässt. Zudem habe der Nutzer so den besseren Überblick, wo er überall freigibt, markiert worden zu sein.

Was sagen Kritiker zur Gesichtserkennung bei Facebook?

Datenschützer sehen die Gesichtserkennung kritisch: Denn niemand weiß genau, ob die Daten aus der Gesichtserkennung irgendwann in der Zukunft nicht doch von Facebook an andere Unternehmen verkauft werden.

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