Zehntausende infizierte Accounts

Vorsicht vor Fake-Videos auf Facebook! Es ist ein Virus

München - Ein Virus macht auf Facebook massenhaft die Runde. Das Fiese: Es tarnt sich als Video von befreundeten Nutzern.

"Mein erstes privates Video" oder "My Video" sind die Fake-Videos betitelt, die in der vergangenen Woche auf Facebook einen Virus rund 10.000 Mal verbreiteten. Das meldet der europäische Security-Hersteller ESET auf seiner Homepage. Die Videos erscheinen in den Timelines von Facebook-Freunden oder werden als Messenger-Nachrichten gesendet.

"Die sehr persönliche Note der Fake-Videos provoziert schnelle und unüberlegte Klicks der Facebook-Freunde", warnen die Experten von ESET. Hat man auf das Video geklickt, wird man auf eine scheinbare - aber gefälschte - YouTube-Seite weitergeleitet. Dort wird der Nutzer sofort aufgefordert, einen Browser-Plugin zu installieren:

"Sorry, if you don't install Video Play plugin, you will not be able to watch the Video! Click 'Add Extension' to watch the video'.

Virus nistet sich im Facebook-Account ein

Genau hier lauert die Gefahr: Das Plugin - getarnt als legitimiertes "Make A GIF"-Plugin - nutzt der Virus als Einfallstor und nistet sich im eigenen Facebook-Account ein. "So setzt sich die Infektionskette immer weiter fort und massenhaft neue Fake-Videos betteln in der Facebook-Gemeinde um Klicks", schreibt ESET. Neben dem Senden von Nachrichten sei der Virus theoretisch sogar dazu in der Lage, Freunde bei Facebook zu löschen, neue Freunde hinzuzufügen und Postings zu bearbeiten.

Das Problem betrifft laut ESET zur Zeit nur Nutzer des Google Chrome-Browser, könne sich aber auch auf andere Browser ausweiten.

So wird man das Virus wieder los

ESET beschreibt, wie man in zwei Schritten sein Facebook-Konto wieder bereinigt:

1. Unter "Weitere Tools" ---> "Erweiterungen" das "Make A GIF"-Plugin vom Chrome-Browser löschen

2. Auf dem Computer eine Virenprüfung mit einer aktuellen Software durchfüren.

Eine andere Art, sich vor dem Virus zu schützen, ist, eine Facebook-Abstinenz einzulegen. Denn bei Dauernutzern sorgt das soziale Netzwerk schnell für Stress.

mm/tz

Rubriklistenbild: © dpa

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