Die Neuerungen fürs Jahr 2015

Was sich bei Facebook ändert

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Facebook ändert ab 2015 seine Datenschutzbestimmungen.

München - User erhalten dieser Tage Post von Facebook. Das soziale Netzwerk informiert seine Mitglieder über Änderungen im Datenschutz ab 2015. Wir haben alle Neuerungen zusammengefasst.

Facebook ändert seine Datenschutzbestimmungen. Viele Mitglieder des sozialen Netzwerkes erhalten dieser Tage sogar Post - digital auf Facebook versteht sich. Ab 2015 soll sich einiges ändern. Wir haben die wichtigsten Neuerungen zusammengefasst.

Die wohl größte Neuerung ab 2015: Es wird eine komplett neue Rubrik eingeführt. "Grundlagen zum Datenschutz" heißt sie und ist eine interaktive Anleitung für Privatsphäre-Einstellungen. Wie entferne ich Markierungen von Fotos? Wie kann ich andere User blockieren? Wie stelle ich ein, wer meine Posts sehen darf und wer nicht? All diese Funktionen sind für Nutzer des sozialen Netzwerks altbekannt. Doch anscheinend wissen viele Mitglieder nicht, wie sie diese Tools verwenden und steuern können. Darum soll es ab 2015 die neue Rubrik geben - in 36 Sprachen.

Werbeanzeigen kontrollieren und personalisieren

Doch das ist längst nicht alles, was Facebook 2015 ändern möchte. Künftig soll es den Nutzern leichter gemacht werden, ihre personalisierten Werbeanzeigen zu kontrollieren. Schaltet man beispielsweise eine Anzeige am Laptop ab, sollen sich in Zukunft auch andere Geräte, also Smartphones oder Tablets, mit denen man auf sein Konto zugreift, diese Einstellung merken.

Gleichzeitig möchte Facebook Werbeanzeigen und den Newsfeed noch stärker personalisieren. Zum Beispiel über die Standortinformationen der Nutzer: "Wenn du beispielsweise in der Zukunft beschließt mitzuteilen, wo du bist, kann es sein, dass dir die Speisekarten von Restaurants in der Nähe oder Statusmeldungen von Freunden in der Umgebung angezeigt werden", heißt es dazu bei Facebook. Auch die Info, welche der eigenen Kontakte sich dort aufhalten oder aufgehalten haben, kann man bekommen. Wer öfters etwa in einem bestimmten Restaurant zu Gast ist, kann ebenfalls vermehrt von dort Werbung erhalten, vermutet Mimikama, der Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch.

Mit der neuen Richtlinie legitimiert Facebook den Einsatz von Techniken wie Cookies und Pixeltags, die es schon seit geraumer Zeit anwendet. Mit einbezogen wird dabei auch, wer Facebook besucht, aber kein Konto bei dem sozialen Netzwerk besitzt.

Mehr Transparenz: Wie funktioniert Facebook?

Auch eine neue "Kaufen"-Funktion möchte Facebook einführen. User sollen künftig nicht mehr auf Seiten von Online-Shops wechseln müssen, um Produkte zu erwerben. Wie genau das funktionieren soll, darüber gibt es bislang keine konkreten Informationen.

Mehr Transparenz für alle Mitglieder des sozialen Netzwerks: Das scheint tatsächlich eines der Ziele von Facebook für 2015 zu sein. "In den vergangenen Jahren ist Facebook gewachsen, und wir möchten sicherstellen, dass du über unsere Unternehmensgruppe, Apps und Dienste Bescheid weißt", schreibt Facebook. Man wolle in Zukunft mehr Informationen bereitstellen, die dem User aufzeigen, wie Facebook funktioniert. Auch wie die Daten der Mitglieder von Facebook verarbeitet werden, soll künftig transparenter werden.

Wie diese Maßnahmen konkret umgesetzt werden sollen, ist bislang völlig unklar. Wer das soziale Netzwerk nach dem Jahreswechsel weiterhin nutzt, stimmt diesen neuen Datenschutzbestimmungen allerdings automatisch zu.

Bilder mit AGB-Ablehnungen sind wirkungslos

Im Rahmen der neuen AGBs werden auch wieder vermehrt Bilder geteilt, in denen Nutzer Widerspruch gegen die Änderungen einlegen. Das ist jedoch vollkommen wirkungslos und rechtlich nicht haltbar, erklärt Mimikama. Wer Facebook ab dem 1.1.2015 benutzt, hat damit den neuen Richtlinien automatisch zugestimmt. Wer gegen sie ist, darf Facebook streng genommen dann nicht mehr benutzen.

vin/hn

 

Neue Liste: Top 20 der beliebtesten sozialen Netzwerke

Die Top 20 der populärsten sozialen Netzwerke in Deutschland
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Ganz knapp dahinter an dritter Stelle liegt Twitter mit 40,04. © dpa
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Das Schlusslicht der Top 20 bildet das Kennenlern-Netzwerk twoo.com mit 1,09 Millionen Visits in Deutschland. © screenshot

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