Jetzt ist er reich und berühmt

Zuckerberg-Seite geknackt: 8600 Dollar für Hacker

New York - Ein Software-Experte hat das Profil von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg geknackt. Jetzt ist er reich und berühmt.

Ein Computerexperte, der publikumswirksam die Facebook-Seite von Mark Zuckerberg hackte, bekommt von dem Netzwerk keine Belohnung für das Aufdecken dieser Schwachstelle. Normalerweise zahlt Facebook Hinweisgebern 500 Dollar, wenn sie Fehler an das Netzwerk melden. Doch dem jungen Mann aus Palästina verweigerte Facebook die Belohnung - denn die Experten sollen die gefundenen Schwachstellen nicht selbst ausprobieren. Unterstützer setzten daraufhin eine Spendenaktion im Internet in Gang. Der Programmierer dürfte damit besser abschneiden, als wenn er Geld direkt von Facebook bekommen hätte: Spender machten für Khalil Shreateh bis Dienstagnachmittag über 8600 Dollar locker.

Shreateh hatte eine Schwachstelle entdeckt, die es erlaubte, Mitteilung auf den Facebook-Profilseiten von Nutzern zu platzieren, mit denen man nicht „befreundet“ ist. Das sollte eigentlich nicht gehen. Nach seinem ersten Hinweis antwortete ein Mitglieder des Facebook-Sicherheitsteams jedoch: „Das ist kein Fehler.“ Als Reaktion demonstrierte Shreateh seine Entdeckung publikumswirksam direkt auf der Seite des Facebook-Gründers. „Lieber Mark Zuckerberg, sorry, dass ich Ihre Privatsphäre verletze“, schrieb er und erklärte, er habe keine andere Wahl gehabt.

Facebook-Sicherheitschef Joe Sulivan räumte am Montagabend ein, das Netzwerk habe den Hinweis zu schnell abgewiesen. Er verstehe die Frustration von Shreateh, auch wenn dieser zunächst nicht genug Informationen geliefert habe. Der Zuckerberg-Hacker werde aber trotzdem kein Geld bekommen: „Wir werden nicht von unserer Praxis abweichen, keine Belohnung an Experten zu zahlen, die Schwachstellen an echten Nutzern ausprobiert haben.“ Sicherheits-Experte Marc Maiffret, der als Teenager selbst ins Visier von Hacker-Jägern des FBI geraten war, startete daraufhin eine Kampagne, die Shreateh 10 000 Dollar bringen soll.

dpa

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

Die lustigsten Facebook-Pannen der Welt

Rubriklistenbild: © AFP

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.