Rätsel um Pressekonferenz

Facebook kündigt eine "große Idee" an

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Menlo Park - Offenbar gibt es bald etwas Neues bei Facebook. Der Netzwerkriese sorgt mit einer für Donnerstag angekündigten Pressekonferenz für Spekulationen.

Wieder brodelt die Gerüchteküche: Mit welcher Neuerung kommt Facebook diesmal um die Ecke? Das fragt sich die Internetgemeinde nach einer rätselhaften Presseeinladung. Wie das Handelsblatt berichtet, hat das Unternehmen zu einer Verkündung am 20. Juni im Menlo Park in Kalifornien eingeladen. In der Mitteilung heißt es dem Bericht zufolge: "Ein kleines Team hat an einer großen Idee gearbeitet". Eine große Idee? Worum könnte es sich dabei handeln?

Mehrere Seiten im Netz, darunter auch der Branchendienst TechCrunch spekulieren, es könnte sich dabei um ein Videoangebot bei Facebooks Fotodienst Instagram handeln. User könnten demnach nicht mehr nur Bilder, sondern auch kurze Fime auf Instagram veröffentlichen. Vergleichen könnte man das mit der immer beliebter werdenden Smartphone-App "Vine" von Twitter. Dort können Nutzer sechs Sekunden lange Videos aufnehmen und beispielsweise per Twitter mit anderen teilen.

Dafür spricht auch eine Entdeckung von Informatiker Tom Waddington, der bereits in der Vergangenheit so manches Facebook-Geheimnis lüftete. Er will entsprechende Hinweise im Quelltext von Instagram gefunden haben, wie der Facebook-Blog allfacebook.de berichtet. Für die Verkündung am Donnerstag geht man dort aber eher davon aus, dass eine Art RSS-Leser eingeführt wird. Auch diese Theorie scheint angesichts der zum 1. Juli geplanten Einstellung von Googles Reader plausibel. Damit könnte Facebook die bisherigen Nutzer des Google Lesers zu sich umleiten.

vh

Facebooks Aufstieg vom Studentenwohnheim zum Milliarden-Konzern

In rund acht Jahren hat Facebook es von einem Studenten-Projekt zum Milliarden-Unternehmen geschafft und wird als baldiger Börsenstar gehandelt. Die Meilensteine auf diesem Weg: © dpa
Februar 2004: Mark Zuckerberg und seine Mitgründer starten Facebook in ihrem Studentenwohnheim an der Elite-Uni Harvard. Es ist eine Art digitales Jahrgangs-Buch für Studenten. Zuckerbergs Kommilitonen Tyler und Cameron Winklevoss klagen später mit dem Vorwurf, er habe ihnen die Idee für Facebook gestohlen. © dapd
März 2004: Der Dienst wird von Harvard auf die Universitäten Stanford, Columbia und Yale ausgeweitet. © dpa
September 2004: Das spätere Grundelement von Facebook - die Pinnwand - kommt dazu. © 
Dezember 2004: Facebook hat rund eine Million Nutzer. © dpa
Mai 2005: Der Investor Accel Partners steckt 12,7 Millionen Dollar in die Firma. Facebook wird dabei mit 100 Millionen Dollar bewertet. © dapd
Dezember 2005: Facebook hat mehr als 5,5 Millionen Nutzer. © dpa
September 2006: Nach dem Fokus auf Unis und Schulen öffnet Facebook die Türen für alle. © dpa
Oktober 2007: Facebook hat mehr als 50 Millionen Nutzer. Microsoft zahlt 240 Millionen Dollar für einen Anteil von 1,6 Prozent - die Bewertung erreicht damit 15 Milliarden Dollar. © dpa
November 2007: Facebook sorgt für einen Aufschrei bei den Nutzern mit dem Dienst “Beacon“, der Einkäufe automatisch den Freunden anzeigt. Facebook Ads bringen mit einem Selbstbedienungssystem Werbung ins Netzwerk. © dpa
Februar 2008: Facebook einigt sich mit den Winklevoss-Zwillingen auf einen Vergleich, der inzwischen mehr als 100 Millionen Dollar wert ist. Sie wollen später erfolglos mehr. © apd
März 2008: Die deutsche Facebook-Version startet. © dpa
August 2008: Facebook hat 100 Millionen Nutzer. © dpa
Februar 2009: Facebook führt den “Gefällt mir“-Button ein. Inzwischen gibt es jeden Tag 2,7 Milliarden “Likes“ und Kommentare. © dapd
Mai 2009: Der russische Investor DST steckt 200 Millionen Dollar in Facebook - bei einer Firmenbewertung von 10 Milliarden Dollar. © dpa
Juli 2010: Facebook hat mehr als 500 Millionen Nutzer. © dpa
Januar 2011: Goldman Sachs und DST bekommen für 500 Millionen Dollar ein Prozent an Facebook. © dpa
September 2011: Der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert will den “Gefällt-mir“-Button und Fanseiten von Unternehmen stoppen - trifft jedoch auf wenig Resonanz. © dpa
Dezember 2011: Facebook hat 845 Millionen Nutzer aktive Nutzer. Das Unternehmen verdiente 2011 eine Milliarde Dollar bei 3,7 Milliarden Dollar Umsatz. Als neue Art der Darstellung von Nutzerprofilen wird die Chronik (oder Timeline) eingeführt. © dapd
Februar 2012: Facebook beantragt einen 5 Milliarden Dollar schweren Börsengang. Bewertung und angestrebter Aktienpreis sind noch offen. © 

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