Anleitung für mehr Privatsphäre

Sorglos auf Facebook? Mit diesen Tipps machen Sie Ihr Konto sicherer

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Facebook gilt als Datenkrake. Doch das muss man nicht hinnehmen - mit wichtigen Tricks kann man seine Privatsphäre besser schützen.

Wer auf Facebook unterwegs ist, bezahlt oft mir seiner Privatsphäre – doch das muss nicht sein. Wir verraten Tricks und Kniffe für mehr Sicherheit im sozialen Netzwerk.

Facebook gilt als Datenkrake: Viele Nutzer nehmen in Kauf, dass sämtliche Daten gespeichert und für maßgeschneiderte Werbung genutzt werden. Jüngt wurde außerdem das bislang größte Datenleck des Sozialen Netzwerks publik: Das Unternehmen Cambridge Analytica gelangte an die Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern.

Immer mehr User sprechen sich dafür aus, Facebook-Konten zu löschen. Doch was tun, wenn man nicht auf Facebook verzichten möchte? Mit diesen Tricks und Kniffen können Sie Ihr Konto sicherer machen:

Überprüfen Sie, ob Sie vom Datenskandal betroffen sind

Hat Cambridge Analytica Ihre Daten? Unter diesem Link können Sie überprüfen, ob Sie oder einer Ihrer Facebookfreunde vom Datenskandal betroffen sind. Sollten Daten eines Freundes weitergegeben worden sein, ist es möglich, dass über seinen News Feed auch Informationen aus Ihrem Account an Cambridge Analytica gelangt sind.

Sperren Sie Hacker mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung aus

Sobald ein Hacker ein Passwort geknackt hat, kann er aufs Konto zugreifen – außer, Sie haben die zweistufige Authentifizierung aktiviert. Sie sorgt dafür, dass an jedem neuen Gerät zunächst eine PIN eingegeben werden muss. Hacker werden dadurch also ausgesperrt, auch, wenn sie das Passwort geknackt haben. Aktivieren können Sie diese Funktion im Sicherheitsbereich von Facebook. Gehen Sie bei „Verwende die zweistufige Authentifizierung“ auf „bearbeiten“. 

Steht für Aktivitäten seines Unternehmens in der Kritik: Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

Sie können die Authentifizierung per Telefonnummer oder Codegenerator aktivieren. In beiden Fällen müssen Sie – und das ist ein Nachteil dieser Funktion – Ihre Handynummer angeben. Facebook schickt dann einen Code per SMS, der im nächsten Schritt eingegeben werden muss.

Wählen Sie echte Freunde als Vertrauenspersonen aus

Es ist ein bisschen, als würden Sie Ihren Ersatzschlüssel bei einem Freund hinterlegen: Für den Fall, dass Sie aus dem eigenen Account ausgesperrt wurden, können Sie drei bis fünf Freunde auswählen. Diese Freunde haben dann die Möglichkeit, einen Code oder eine URL von Facebook aus zu versenden, damit das Konto für Sie wieder entsperrt wird.

Aktivieren Sie Warnungen bei Hacker-Angriffen

Wenn Sie informiert werden möchten, sobald sich jemand von einem fremden Gerät auf Ihr Konto einloggt, können Sie die entsprechende Warnung hier aktivieren. Möglich ist die Warnung per Benachrichtigung, Messenger oder E-Mail.

Hindern Sie Facebook daran, mit Ihrem Gesicht Werbung zu machen

Sobald Sie eine Seite gelikt haben, kann Facebook Werbung mit Ihrem Gesicht machen: Liken Sie beispielsweise eine Seite für Stützstrümpfe, kann es passieren, dass Ihren Freunden Werbung dieser Seite für Stützstrümpfe im Zusammenhang mit Ihrem Profil angezeigt wird. Um das zu verhindern, klicken Sie bei „Werbeanzeigen mit deinen sozialen Handlungen“ auf „Niemand“. Hier können Sie außerdem einstellen, ob Ihnen Werbung angezeigt werden darf, die auf Grundlage Ihrer Nutzung von Webseiten und Apps ausgewählt wurde.

Lassen Sie sich nicht von jedem finden

Eine Googlesuche und jeder gelangt auf Ihr Facebook-Profil? Mit der richtigen Einstellung können Sie das unterbinden.

Normalerweise reicht auf Google Ihr Name aus, auf Facebook braucht es nur Ihre Mailadresse oder Ihre Handynummer, um auf Ihr Profil zu gelangen. Außer, Sie hindern Facebook daran. Dafür einfach unter „Privatsphäre“ auf „Wie du gefunden und kontaktiert wirst“ klicken und bei „Wer kann mithilfe der von dir zur Verfügung gestellten E-Mail-Adresse nach dir suchen?“ sowie bei „Wer kann mithilfe der von dir zur Verfügung gestellten Telefonnummer nach dir suchen?“ nur „Freunde“ oder „Freunde von Freunden“ auswählen. Unter „Möchtest du, dass Suchmaschinen außerhalb von Facebook dein Profil anzeigen?“ können Sie außerdem einfach den Haken entfernen.

Installieren Sie eine Browser-Erweiterung

Sobald Sie in einem Browser bei Facebook angemeldet sind, ist Facebook überall dabei: Egal, ob Sie Kinofilme reservieren, Krankheiten googlen oder Onlinedating ausprobieren. Um das zu verhindern, bietet Firefox eine Erweiterung an: Der Facebook Container isoliert Facebook in einem Spezial-Tab, damit es keinen Zugriff mehr auf andere Internetaktivitäten hat - es ist allerdings nur für Nutzer von Firefox relevant.

Schränken Sie die Sichtbarkeit alter Beiträge ein

Bei jedem Beitrag können Sie auswählen, ob er öffentlich angezeigt oder nur für Freunde sichtbar sein soll. Manchmal kommt die Erkenntnis, dass öffentliche Posts doch privat hätten sein sollen, aber erst recht spät. Doch keine Panik: Unter „Beschränke die Zielgruppe für alte Beiträge in deiner Chronik“ ist es möglich, alle vergangenen Beiträge gesammelt nachträglich einzuschränken.

Entfernen Sie Geräte, die Sie nicht mehr verwenden

Ein Handy, das sie verkauft haben, ein PC bei Ihrem alten Arbeitgeber, das Tablet eines Bekannten in einer anderen Stadt: Stellen Sie sicher, dass niemand über ein altes Gerät, in dem Zugangsdaten gespeichert wurden, in Ihr Konto gelangt. Hier können Sie dafür die genutzten Geräte entfernen.

Führen Sie heikle Gespräche im geheimen Modus

Facebook-Moderatoren können auf Chats im Messenger zugreifen, das hat Mark Zuckerberg bestätigt.

Facebook-Moderatoren haben die Möglichkeit, Chatverläufe im Messenger mitzulesen, das wurde von Mark Zuckerberg bestätigt. Wer trotzdem über den Messenger Geheimnisse austauschen möchte, kann das im geheimen Modus tun: In der App müssen Sie dafür über das Schreib-Symbol oben rechts eine neue Nachricht beginnen und dann oben rechts auf "Geheim" tippen. Hier haben Sie anschließend auch die Möglichkeit, Ihren Nachrichten einen Zeitstempel zu geben: Nach der von Ihnen ausgewählen Zeitspanne werden die Nachrichten wieder gelöscht.

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