Zwei fiese Maschen

So wehren Sie sich gegen die neuen Facebook-Hacker

Silicon Valley - Hackerangriffe halten nicht nur den Deutschen Bundestag auf Trapp - auch Facebook- User können davon betroffen sein. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich gegen zwei neue Maschen wehren können.

Hacker verteilen Pornos auf den Pinnwänden unter Ihrem Namen

Bereits 2011 machten diese Stautusbeiträge die Runde, jetzt schlagen die Hacker wieder zu: Unter dem Namen von Nutzern posten sie auf die Pinnwände von Freunden Pornos, ohne dass man selbst etwas davon weiß. Der Verein "mimikama", der sich für die Bekämpfung von Internetmissbrauch einsetzt, hat zuletzt viele Anfragen von verzweifelten Usern bekommen, die Opfer eines solchen Angriffs wurden. Die dubiosen Videos werden oftmals an die gesamte Freundesliste geschickt. 

Der Trick der Hacker: Über einen Beitrag auf der Timeline, der dem User ein unglaublich spannendes Video verspricht, wird man auf eine andere Webseite weitergeleitet. Dort wird man aufgefordert, sich einen Flash-Player herunterzuladen, um das Video zu sehen. Hierbei handelt es sich jedoch um einen gefährlichen Trojaner! Der versteckt sich hinter einer Browser-Erweiterung, die sich "Cool Player for YouTube" nennt. Fügt man die Erweiterung hinzu, wird im Hintergrund unbemerkt die gesamte Freundesliste in der dubioser Statusmeldung markiert. 

Was tun, wenn man Opfer eines solchen Hackerangriffs wurde?

Man kann den Trojaner aber glücklicherweise wieder entfernen: Bei der Verwendung von Google Chrome muss man unter "Erweiterungen" nach diesem Addon suchen, das man unwillentlich installiert hat. Man findet ihn auch unter dem Link chrome://extensions/. Diese Erweiterung sollte sofort entfernt werden. Anschließend sollte der Rechner mit der aktuellen Antivirensoftware gescannt und die Statusbeiträge auf Facebook entfernt werden. Dann muss das Passwort des Facebook-Kontos geändert werden und bei Nutzung von Online-Banking auch die Hausbank benachrichtigt werden. 

Um Freunde vor solchen peinlichen Posts zu schützen, sollte man bei den privaten Einstellungen unter "Chronik und Markierungen" einrichten, dass die Beiträge, in denen man selbst markiert wird, erst mit einer Erlaubnis erscheinen. Das Ganze nennt sich "Chroniküberprüfung" und ist ein nützlicher Hack gegen unerlaubte Markierungen. 

Konten werden mit einer neuen Masche gehackt

Etliche User haben zuletzt ihren Facebook-Account verloren, weil sie einem Link gefolgt sind. Das Lotushülsenbild ist schon lange auf Facebook bekannt und wird immer wieder von Internetbetrügern verwendet, um Nutzer in die Falle zu locken. Es zeigt ein bearbeitetes Foto einer Lotusblütenhülse, die sich angeblich nach der Benutzung eines Kosmetikproduktes unter den Achseln oder am Rücken gebildet hat. Natürlich ist das völlig unmöglich, doch viele User lassen sich täuschen und klicken auf das ekelerregende Bild.

Jetzt wird dieses für eine ganz neue, gefährliche Variante verwendet: Sobald ein Nutzer dem Link folgt, wird er auf eine nachgebaute Facebook-Seite umgeleitet, eine sogenannte "Phishing Seite". Er wird dort aufgefordert, sich neu anzumelden, um zu seinem Facebook-Account zurück zu gelangen. Die Betrüger erhalten so die Daten des Users und können auf sein Konto zugreifen. 

In einigen Fällen kommt es sogar vor, dass auch ohne Eingabe die persönlichen Daten wie Email-Adresse und Passwort übernommen werden. Das passiert dann, wenn man das Browserfenster auch ohne Eingabe der Daten schließt. Meldet man sich anschließend wieder wie gewohnt auf Facebook an, erscheint der Hinweis, dass das Passwort falsch ist. Das Konto des Nutzers wurde also gehackt und steht ihm nicht mehr zur Verfügung. 

Der Tipp gegen diese fiese Falle

Folgen Sie keinen unbekannten Links, schon gar nicht solchen mit Lotushülse! Außerdem rät mimikama, so oft wie möglich das Passwort zu ändern.

sb

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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