Warnschilder für Fake-News

Facebook: Wichtige neue Funktion noch mit Schwächen

+
Kampf gegen Fake News: Gute Idee offenbar noch ohne optimale Umsetzung.

San Francisco - Im November kündigte Mark Zuckerberg an, dass Facebook bald gegen sogenannte Fake-News vorgehen wolle. Die ersten Tests laufen offenbar. Allerdings werden scheinbar auch korrekte Meldungen als falsch deklariert.

Facebook sagt Falschmeldungen in seinem Netzwerk anscheinend ab sofort den Kampf an. Rote Warnzeichen sollen künftig darauf hinweisen, wenn die Quelle als „nicht zuverlässig“ oder „staatlich-unterstützt“ gilt.

Das erklärt das Nachrichtenportal TechCrunch. Demnach führte Facebook Tests bei etwa 1,8 Milliarden Facebook-Usern durch. Das Portal erklärt aber auch, dass es ganz normal bei Facebook sei, neue Funktionen erst einmal bei einer geringen Anzahl an Nutzern zu proben.

Man will sich erste Indikatoren holen, um die wachsende Zahl an Fake-News auf Facebook zu bekämpfen. TechCrunch erhielt dazu zwar keine Stellungnahme des Konzerns, doch Chef Mark Zuckerberg hatte bereits im November angekündigt, falsche Artikel bald kennzeichnen zu wollen. Nun macht er wohl sein Versprechen wahr. Er bestreitet aber, dass Fake-News die öffentliche Meinung bei der US-Wahl entscheidend beeinflusst hätten.

Fehler schleichen sich ins System

Allerdings stellte TechCrunch in seinem Bericht auch fest, dass die neuen Facebook-Tests auch zu Fehlern führen würden. So zeigt etwa der Screenshot eines Users eine rot-beflaggte Geschichte von occupydemocrats.com über Veteranen. Diese formten einen menschlichen Schutzschild um Demonstranten, die gegen die Ölpipeline am Rande eines Stammesterritoriums in North Dakota protestierten.

TechCrunch stellte fest: Diese Geschichte sei wahr. Selbst die New York Times habe sie aufgegriffen. „Das zeigt, dass Facebook ganze Seiten eher auf Blacklisten führt, als Geschichten von Einzelpersonen.“ Und weiter: „Das zeigt das gefährliche Potenzial, dass auf Facebook wahre Geschichten mit dem Warnschild deklariert werden."

mke

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.