Betrüger im Netz

Falsche PC-Fehlerhinweise ignorieren

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Computernutzer sollten auf Pop-up-Fenster mit dem Hinweis auf angebliche Computerprobleme nicht reagieren. Foto: Jens Büttner/Symbolbild

Die Bundesnetzagentur geht gegen eine neue Version des sogenannten Tech-Support-Betrugs vor. Die Behörde hat vier Rufnummern gesperrt, hinter denen vermeintliche Microsoft-Techniker stecken. Wer dort anrief, erhielt keine Hilfe - sondern sollte nur abgezockt werden.

Bonn (dpa/tmn) - Wenn beim Stöbern im Internet plötzlich auf dem Bildschirm eine Warnmeldung aufspringt, der Computer sei mit Viren infiziert, jagt das vielen Nutzern erstmal einen Schrecken ein.

Genau das nutzen Betrüger nach Angaben der Bundesnetzagentur (BNetzA) aus, um Computernutzer zum Anruf bei einer vermeintlichen Kundendienstnummer von Microsoft zu verleiten. Die Masche: Auf Internetseiten werden Werbeanzeigen eingeblendet, die wie Fehlermeldungen des Computer aussehen.

Nutzer sollen laut dem Inhalt der Anzeigen zur Lösung eines Problems bei einer vermeintlichen Hotline von Microsoft anrufen. Wer das macht, landet aber bei Menschen, die versuchen, sich Zugriff zum Computer zu verschaffen oder nutzlose Software gegen Geldzahlungen zu verkaufen.

Die BNetzA warnt ausdrücklich vor solchen Werbeanzeigen, die sich oft in eigenen Fenstern öffnen. Nutzer sollten sie unbedingt ignorieren. Die Regulierungsbehörde hat nach eigenen Angaben nun vier 0800-Nummern aus dem Verkehr gezogen und sperren lassen, die im Zusammenhang mit dieser Betrugsmasche genutzt wurden.

Die Masche mit Anrufen vermeintlicher Microsoft-Techniker ist nicht neu. Immer wieder nutzen Betrüger die weite Verbreitung des Betriebssystems aus, um Daten auszuspähen oder Nutzer zu Zahlungen zu veranlassen. Nach Angaben von Microsoft enthalten offizielle Fehlermeldungen von Windows allerdings niemals Telefonnummern.

Wer sich vor solchen Betrüger-Anzeigen und anderen unerwünscht öffnenden Browserfenstern besser schützen will, kann diese Pop-up-Fenster in vielen Browsern blockieren. Diese Option findet sich meist in den Einstellungen unter "Datenschutz" (Internet Explorer), "Berechtigungen" (Firefox) oder in den erweiterten Inhaltseinstellungen von Chrome.

Mitteilung der Bundesnetzagentur

Hinweis von Microsoft

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