Fight Night Champion: So gut ist der Box-Hammer

+
Duell der Legenden: Joe Frazier (links) boxt in "Fight Night Champion" gegen Lennox Lewis.

Los Angeles - Für Box-Fans gab es bislang immer eine Referenz in Sachen Videogames: Die "Fight Night"-Reihe von Electronic Arts. Hier erfahren Sie, wie gut der der neueste Teil "Fight Night Champion" ist.

Story

Und um es vorweg zu nehmen: Man kann dem Entwickler keinesfalls den Vorwurf machen, sich auf den eigenen Lorbeeren ausgeruht zu haben. "Fight Night Champion" punktet mit verbesserter Steuerung, realistischen Schadenseffekten bei harten Treffern und mit einem großartigen Storyline-Modus.

Gameplay

Was die Steuerung angeht, so wurde zum einen die im Vorgänger Fight Night Round 4 eingeführte und äußerst kontroverse Sticksteuerung (Fachbegriff: Full Spectrum Punch Control) beibehalten. Wer die Diskussionen unter den Fight-Night-Fans im Internet verfolgt hat, weiß: Es gibt bezüglich der Sticksteuerung nur zwei Lager - die einen hassen sie, die anderen lieben sie. Die Befürworter meinen: Keine Steuerungsart bietet mehr Realismus. Egal ob Jab, Gerade, Kopfhaken oder Schwinger zum Körper: Sämtliche Schläge aus dem Boxer-Arsenal können über den rechten Stick - und nicht mehr mit den Knöpfen auf dem Controller - ausgeführt werden.

Die Sticksteuerungs-Hasser meinen dagegen: Viel zu kompliziert. Sie wollen ihre Fight-Night-Boxer weiterhin über die Knöpfe auf dem Controller steuern. Nachdem die Button-Steuerung bei Round 4 zunächst fehlte, reichte Electronic Arts nach Fan-Protesten einen Patch nach, mit dem das Game sich auch über die Buttons steuern ließ.

Dieses Mal ist der Hersteller vorsichtiger: Von Anfang an lassen sich sosohl Sticksteuerung als auch Button-Steuerung auswählen.

Die Grafik bei Fight Night Champion ist einfach wunderschön. Noch nie waren die Boxer derart realistisch animiert. Und dieses Mal hinterlassen die Treffer - eben wie in Echt - deutliche Spuren in Form von Cuts, Schrammen und blutenden Wunden. Heißt konkret: Wer ständig auf die Mütze kriegt, sieht auch aus wie der lebende Sandsack Shannon Briggs nach seinem Kampf gegen Vitali Klitschko.

Screenshots aus Fight Night Champion

Screenshots aus Fight Night Champion

Die coolste Neuerung der der Fight-Night-Reihe ist der Storyline-Modus. Hier erlebt man Aufstieg, Fall und Comeback des fiktiven Boxers Andre Bishop. Der Fighter mit dem großen Herz kämpft sich von ganz unten an die Spitze des Boxsports. Dann legt er sich mit den Mächtigen des Boxgeschäfts an. Die bösen Strippenzeiher sind gar nicht begeistert und spinnen eine Intrige, die Bishop unschuldig ins Gefängnis bringt. Später kommt der im Knast gestählte Kämpfer wieder frei. Sein einziges Ziel: Den WM-Titel holen!

Neben dem Storyline-Fighter Bishop hat man natürlich auch die Möglichkeit, seinen eigenen Boxer zu erstellen. Außerdem sind 50 aktuelle Champions wie die Klitschkos und Haye spielbar. Hinzu kommen noch Boxlegenden wie Ali und Tyson.

Klasse ist auch der Online-Modus: Man erstellt ein Online-Gym und misst sich mit anderen Spielern, um Objekte freizuschalten oder Auszeichnungen zu holen.

Fazit:

Box-Fans kommen an Fight Night Champion nicht vorbei. Noch kein Videospiel brachte den harten Kampfsport derart realistisch rüber. Der kinoreife Storyline-Modus dürfte jeden begeistern, der die Rocky-Filme liebt.

Genre: Box-Simulation

Hersteller: Electronic Arts

Für: XBox 360 und Playstation 3

Altersfreigabe: Ab 16 Jahren

fro

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.