Filmemacherin stellt Interviews mit früheren KZ-Häftlingen ins Internet

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Auf dem Gelände des ehemaligen Frauen-Konzentrationslagers Ravensbrück bei Fürstenberg, etwa 100 km nördlich von Berlin, ist seit 1956 eine Gedenkstätte eingerichtet.

Potsdam. Die mit einem Grimme-Preis ausgezeichnete Dokumentarfilmerin Loretta Walz öffnet am Freitag ihr Videoarchiv und stellt 50 Interviews mit überlebenden Frauen aus dem ehemaligen Konzentrationslager Ravensbrück ins Internet.

Insgesamt können so 120 Stunden Filmmaterial und zusätzliche Informationen weltweit abgerufen werden, wie ein Sprecher mitteilte.

Die Interviews bildeten die Grundlage für den Film „Die Frauen von Ravensbrück“. Walz führte seit 1980 insgesamt rund 200 Interviews mit überlebenden Frauen verschiedener KZs und sammelte insgesamt mehr als 1.000 Stunden Film.

Um die nun zugänglichen Videos herum stehe eine Datenbank bereit, die unter anderem die kompletten Abschriften der Interviews und Biografien der Protagonistinnen enthalte, hieß es. Mit Schlagworten könnten auch gezielt bestimmte Inhalte der Zeitzeugen-Gespräche gefunden werden.

Gefördert wird das Projekt von der Kulturstiftung des Bundes, dem Brandenburger Bildungsministerium sowie der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“. Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) ist den Angaben zufolge anwesend, wenn das Angebot in Potsdam freigeschaltet wird.

Das ehemalige KZ Ravensbrück liegt bei Fürstenberg/Havel. Nach Angaben der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten waren dort von 1939 bis 1945 rund 132.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.000 weibliche Jugendliche inhaftiert. Mehrere zehntausend Menschen starben in dem Lager. (dapd)

www.videoarchiv-ravensbrueck.de

www.loretta-walz.de

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