Das offenbaren Facebook-Nutzer über sich und andere

"Opa ist gestorben, lol" - die peinlichen Facebook-Pannen

Unterhaltung inklusive: Wer bei Facebook Status-Nachrichten veröffentlicht, sorgt nicht selten für Lacher. Fotos: riva Verlag/dpa

Schlechte Kenntnisse in Geografie bewiesen oder über den anwesenden Chef gelästert? Peinliche Fehltritte unterlaufen wohl jedem einmal. In Zeiten von Facebook bekommen derlei Fauxpas jedoch ganz neue Dimensionen. Das soziale Netzwerk wächst mit enormem Tempo.

Für die Nutzer bedeutet das, sich fortwährend auf einen weiter gefassten Rahmen von Öffentlichkeit einstellen zu müssen – und nicht allen gelingt das.

Menschen, über die man sich gestern noch bei Facebook abfällig äußern konnte, sind heute vielleicht schon registriert. Peinliche, verbale Ausrutscher bekommen nicht mehr bloß eine Handvoll Menschen mit, sondern Hunderte von Facebook-Freunden – darunter meist auch flüchtige Bekannte, Arbeitskollegen und die eigene Familie.

Wenn Medien lügen

Was bei unbeteiligten Lesern zu Lachern führt, kann für die Autoren richtig blamabel werden. Nutzer Tim etwa fühlte sich, was die diesjährige Hochwasser-Situation in Japan anging, von den Medien an der Nase herumgeführt und tat seinen Unmut öffentlich bei Facebook kund: „Hab sowohl bei Google Maps als auch bei Streetview geschaut, kein Hochwasser zu sehen.“

Auch private Missverständnisse treten unversehens in den Fokus der Öffentlichkeit. Jasmin: „In der ersten Nacht gleich abgeschleppt! Das bleibt ewig in Erinnerung.“ Ewig in Erinnerung wird das auch Lebensgefährtem Max bleiben, der außer sich vor Wut die Beziehung online beendete: „Wie kannst du das auch noch auf Facebook posten? Es ist aus!“ Dass seine Freundin erst am Vortag ihren Führerschein bestanden hatte und ihr Auto abgeschleppt wurde, verdrängte der Gekränkte offensichtlich und musste in aller Online-Öffentlichkeit aufgeklärt werden.

Fotos: Der große Facebook-Knigge

Der große Facebook-Knigge

Unangenehm kann es auch werden, wenn Nutzer Fehltritte ihrer Mitmenschen verbreiten: „Meine Mama denkt immer noch, dass ‘lol’ für ‘lots of love’ steht“, schreibt Neli auf ihre Pinnwand. Tatsächlich steht die Abkürzung für „laughing out loud“, sprich „laut loslachen“. Neli: Sie „hat mir gerade eine SMS geschrieben: Opa ist gestorben, lol.“

Anderen fällt es schwer, sich zu vergegenwärtigen, wie weit der Nutzerkreis mittlerweile reicht. Fabian: „Eltern können manchmal nerven.“ Eduard: „Kleine Brüder können manchmal auch nerven, Bruderherz.“ Jutta: „Kinder können manchmal auch nerven, liebe Kinder.“

Peinlich hin oder her, viele Menschen nutzen die Plattform ganz bewusst, um die Öffentlichkeit an ihren humorvoll-poetischen Gedanken teilhaben zu lassen. Stefan: „Sitze am Fenstersims, trinke Wein, rauche und lächle vorbeigehende Frauen an. Keine lächelt zurück! Es ist hart, das Leben im siebten Stock.“

Von Alexandra Müller

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