Mikrotransaktionen verhindern

FIFA 22 im FUT-Modus: Altersbegrenzung ab 18 in Sicht? Ein Problem erhitzt die Gemüter

Das Spiel FIFA 22 verfügt über keine Altersbegrenzung. Könnte sich das schon bald ändern?
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Das Spiel FIFA 22 verfügt über keine Altersbegrenzung. Könnte sich das schon bald ändern?

Nicht nur für Spielekonsolen und Games lässt sich Geld ausgeben, sondern auch während des Spiels selbst – etwa für FIFA-FUT-Karten. Hersteller EA gerät unter Druck.

Neue Wettkampf-Varianten, Anpassungs-Optionen und Aufbau-Möglichkeiten für das Wunschteam: Die Neuerungen im FIFA 22* Ultimate Team-Modus (FUT) versprechen viel. Auch FUT-Karten werden weiter eine wichtige Rolle für die FIFA-Gamer spielen. Um diese zu ergattern, können Spieler echtes Geld ausgeben. Ziel dabei ist es, einen besonders starken Spieler zu erhalten. Jedoch gibt es keine Gewissheit, dass man mit einer solchen Mikrotransaktion auch wirklich einen gefragten Spieler ergattert. Auch deshalb stehen Mikrotransaktionen immer wieder im Fokus von Diskussionen. Es handelt sich dabei um kleine Beträge an erarbeitetem Spiel- oder Echtgeld, für die in Videospielen zum Beispiel Kleidung, neue Waffen bis hin zu Extraleben erworben werden können. Im FußballsimulationsspielI FIFA 22 von Entwickler Electronic Arts (EA) können neue Spieler durch Mikrotransaktionen erworben werden.

Dem Portal pcgames.de zufolge sehen einige Regierungen darin eine Art Glücksspiel – das reglementiert werden muss. Prekär wird dieser Fakt vor allem im Zusammenhang mit Games, die vor allem von Kindern und Jugendlichen gespielt werden – wie FIFA 22. Hersteller und Entwickler EA steht dafür immer wieder am Pranger. Jetzt äußert sich Chris Bruzzo zum Thema, Chief Experience Officer von EA.

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EA-Stellungnahme: „Kinder sollten kein Geld in FIFA ausgeben, Punkt“

In einem Interview mit Eurogamer erklärte Chris Bruzzo pcgames.de zufolge, dass 90 Prozent der FUT-Packs durch die In-Game-Währung FUT-Coins erworben werde. 78 Prozent der Spielerschaft gebe kein Geld für Mikrotransaktionen aus, heißt es weiter. EA will laut offizieller Stellungnahme mit einer Sperre erreichen, dass Kinder kein Geld ausgeben können: „Kinder sollten kein Geld in FIFA ausgeben. […] Wenn wir uns die Kontoanmeldungen ansehen, sehen wir einen sehr geringen Prozentsatz von Konten von Personen unter 18 Jahren. Aber noch wichtiger ist, dass wir standardmäßig Ausgaben für Konten unter 18 Jahren gesperrt haben. Und wir arbeiten zusammen mit Sony und Microsoft, um standardmäßige Ausgabenkontrollen für Kinder einzuführen. Kinder sollten kein Geld in Fifa ausgeben, Punkt“, wird EA vom Portal esport-manager.com zitiert.

Kritisiert wird allerdings, dass die FIFA-Reihe ein USK-0-Siegel trägt. USK steht für Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle, die verantwortliche Stelle für die Altersfreigabe von Videospielen. FIFA ist demnach für Kinder ab 0 Jahren geeignet, auch im FUT-Modus. Trotzdem enthalte das Spiel dem Portal pcgames.de zufolge Systeme, die laut Hersteller nicht von Kindern genutzt werden sollten. Konsequent wäre hier die Einführung einer Altersbegrenzung. Doch eine Altersbegrenzung für FIFA oder den FUT-Modus gibt es in Deutschland trotz Überlegungen der Politik noch nicht, wie esport-manager.com berichtet. (jg) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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