„Chrome“-Browser für Apple-Geräte ist da

San Francisco - Der Google-Browser „Chrome“ ist nun auch für iPhones und iPads verfügbar. Der Such-Riese hat am Donnerstag aber noch weitere Produktneuigkeiten mitgeteilt.

Die Apps seien noch am Donnerstag in Apple's App-Store verfügbar, hieß es auf der jährlichen Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco. Der Browser erlaubt es Nutzern von Apple- und Android-Geräten, geöffnete Webseiten auf all ihren Geräten zu synchronisieren. Eine Funktion, die Konkurrent Apple für sein neues mobiles Betriebssystem ebenfalls angekündigt hat.

Google's „Chrome“ hat Zahlen der Analyse-Firma StatCounter zufolge im Mai Microsoft's Internet Explorer als meistgenutzter Browser abgelöst. Über 310 Millionen Menschen nutzen das Programm, um im Internet zu surfen, sagte ein Google-Manager am Donnerstag. Über fünf Millionen Unternehmen, 45 US-Bundesstaaten sowie 66 der 100 US-Top-Universitäten setzten bereits Google Apps ein, sagte Google-Manager Sundar Pichai.

Außerdem hat Google am zweiten Tag seiner jährlichen Entwicklerkonferenz Neuerungen für seine Online-Büro-Programme „Google Dokumente“ angekündigt. Die Programme, die denen von Microsoft Office ähneln, können nun auch ohne Internetverbindung genutzt werden, und werden synchronisiert, sobald das Gerät wieder auf das Internet zugreifen kann.

"Google Glasses" kommen

Am Mittwoch hatte Google bereits eine Reihe von neuen Produkten vorgestellt, darunter ein eigenes Tablet und Neuigkeiten zu Google's Brillen mit Smartphone-Funktionen „Google Glass“. Die sind laut Google für ausgewählte Entwickler ab Anfang des kommenden Jahres verfügbar.

Am Donnerstag gab das Unternehmen bekannt, ab wann sie für die breite Masse verfügbar sein sollen. Google „hoffe“, sie 2014 auf den Markt bringen zu können, sagte einer der Firmengründer, Sergey Brin, der Nachrichtenagentur Bloomberg. Brin verwende die Hälfte seiner Zeit auf das Projekt. Details zu Preis und Verfügbarkeit nannte Google nicht.

Google wird Vermieter von Rechenleistung

Eine weitere Neuerung wird von Medien als Angriff auf Amazon gewertet: Neu können Firmen auf Google's Rechen-Power zugreifen. „Compute Engine“ erlaubt es, die Datenzentren von Google nutzen und über das Internet darauf zuzugreifen.

Mit der neuen Geschäftsstrategie tritt Google gegen die bislang führenden Cloudanbieter wie Amazon, Microsoft, VMWare oder Oracle sowie Rechenzentren-Betreiber an. Hölzle sagte, der Google-Service werde „50 Prozent mehr Rechenleistung für den Dollar“ bieten als die Angebote der Wettbewerber. Demnächst werde eine „eingeschränkte Vorschauphase“ anlaufen. Konkrete Preise und das Startdatum nannte Hölzle aber nicht.

Bislang offeriert Google Anwendungspakete wie E-Mail, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder eine Online-Festplatte als Dienste in der Internet-Cloud. Künftig können Google-Kunden eigene Anwendungen auf Computern mit dem freien Betriebssystem Linux in der Google-Cloud laufen lassen. Dabei kann eine gigantische Rechenleistung von bis zu 600 000 Prozessorkernen aus dem Netz bezogen werden.

Google: Die zehn meistgesuchten Produkte

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Außerdem kann auch die Online-Festplatte Google Drive unter dem iOS-System von Apple verwendet werden. Dateien auf der Online-Festplatte können nicht nur nach Texten durchsucht werden, sondern auch nach Inhalten in Fotos oder eingescannten Dokumenten. So zeigt die Suche nach dem Wort „Pyramide“ die Fotos, auf denen die Google-Bilderkennung eine Pyramide identifiziert hat.

dpa/dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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