Alternative zum Apple-Dienst

Google bereitet Karten-App fürs iPhone vor

Mountain View - Vielleicht gibt es bald eine Alternative zu den viel kritisierten Apple-Karten auf dem iPhone. Eine Testversion soll an Einzelne außerhalb des Unternehmens schon versandt worden sein.

Nach Informationen des „Wall Street Journal“ legt Google momentan letzte Hand an eine eigene Karten-App. Eine Testversion sei an Einzelne außerhalb des Unternehmens versandt worden, schrieb die Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person. Es sei allerdings unklar, wann die Zulassung für Apples iTunes Store beantragt werde.

Apple hatte mit der Einführung des iPhone 5 und des neuen Betriebssystems iOS 6 auf Googles Karten verzichtet und stattdessen einen eigenen Dienst aufgezogen. Bei diesem beanstandeten die Anwender allerdings zahlreiche Fehler und fehlende Details. Die Google-Karten lassen sich zwar weiterhin über den Browser nutzen, aber das ist weniger bequem als eine App.

Das Verschwinden der Google-Karten war Zeichen der wachsenden Rivalität zwischen den einstigen Partnern. Der Internet-Konzern zählt mit dem mobilen Betriebssystem Android zu Apples schärfsten Rivalen im mobilen Geschäft. Apple hatte auch Googles Videoportal Youtube vom iPhone verbannt, jedoch hatte Google schon bald eine eigene Video-App herausgebracht.

Eine Erfolgsgeschichte: Die bisherigen iPhone-Modelle

iPhone: Die erste Generation des Apple-Handys wurde im Januar 2007 angekündigt. Sie kam im Sommer in den USA auf den Markt und erreichte im Herbst Europa. Das erste iPhone fiel auf mit dem großen berührungsempfindlichen Bildschirm statt der damals üblichen Tastatur und einem Aluminium-Gehäuse. Zur Überraschung vieler unterstützte es noch nicht den schnellen UMTS-Datenfunk. Es dauerte gut zwei Monate, bis eine Million Geräte verkauft wurde. © dpa
iPhone 3G: Die im Juni 2008 vorgestellte zweite Generation war fit für die UMTS-Netze. Außerdem führte Apple mit ihm auch die zweite Version des iPhone-Betriebssystems ein, mit dem der App Store für Programme startete. Das Aluminium-Gehäuse wurde durch Plastik ersetzt, weil es einfacher für die Arbeit der Antennen ist. © dpa
iPhone 3GS: Das „S“ im Namen des im Juni 2009 vorgestellten dritten Modells stand für „Speed“, Tempo. Das 3GS unterstützte auch die UMTS-Erweiterung HSPA und bekam zudem einen schnelleren Chip. Äußerlich unterschied es sich nicht von der Vorgängerversion. Das 3GS wurde inzwischen zum „Brot und Butter“-Einstiegsmodell in die Apple-Welt und wird zum Teil immer noch angeboten. © dpa
iPhone 4: Mit dem im Juni 2010 präsentierten iPhone Nummer vier kam die bisher größte Design-Veränderung. Das iPhone wurde eckiger, auf der Rückseite ersetzte eine Glasplatte das gebogene Plastik, zudem wagte Apple die ungewöhnliche technische Lösung, die Antennen in den Metallring an der Außenkante einzubauen. Das wurde vor allem in den USA als ein Grund für Empfangsprobleme kritisiert, Apple bot Nutzern schließlich Schutzhüllen an. © dpa
iPhone 4S: Diesmal dauerte es länger als bisher bis zu einem neuen iPhone-Modell und zudem enttäuschte Apple die Erwartungen mancher Fans. Denn statt eines runderneuerten iPhone 5 gab es im Oktober 2011 nur ein aufgefrischtes iPhone 4S, äußerlich fast nicht zu unterscheiden. Neben üblichen Verbesserungen wie einem schnelleren Prozessor und einer besseren Kamera führte Apple auch den sprechenden Assistenten Siri ein. Für die Kunden waren die Neuerungen gut genug: Das iPhone 4S brachte Apple im Weihnachtsgeschäft ein Rekordquartal mit rund 37 Millionen verkauften Geräten. © dpa
iPhone 5: Mit dem Sprung auf die 5. iPhone Generation hat Apple wieder das Gehäuse des Smartphones geändert. Das iPhone 5 und das Display sind länger und schlanker. Erstmals bietet Apple seinen Kunden LTE für schnelleres Surfen im mobilen Internet. Neu ist auch der Lightning-Connector. Dieser ersetzte den 30-Pin-Dock-Connector. Somit passt das bisher vorhandene Zubehör nicht mehr zum iPhone 5. Umstritten war der Rauswurf von Google Maps aus den Standart-Apps. Apple führte als Ersatz einen eigenen Kartendienst ein. © AP

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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