Google löscht Copyright-Verstöße

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Google will das Copyright mehr unterstützen und Verstöße inhaltlich löschen.

Berlin - In der Debatte um das Urheberrecht steht Internet-Gigant Google immer wieder am Pranger. Nun will der Konzern öffentlich dokumentieren und die Online-Piraterie bekämpfen.

Google hat im vergangenen Jahr wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen in 5,4 Millionen Fällen Inhalte, Webseiten und Web-Adressen aus seinen verschiedenen Angeboten (ohne YouTube) gelöscht. Darauf wies der Internet-Konzern am Donnerstag in einem Blogpost hin.

Im Monat bearbeitet Google demnach durchschnittlich 1,2 Millionen Anfragen, Inhalte wegen möglicher Copyright-Verletzungen offline zu nehmen. Unter den gelöschten Inhalten befanden sich allein 3,3 Millionen Weblinks (URLs) in den Suchergebnissen. 97 Prozent der angeprangerten Inhalte werden laut Google entfernt - verschiedene Anfragen können sich auf ein und das selbe Ziel beziehen.

“Der Kampf gegen Online-Piraterie ist sehr wichtig“, schrieb Google-Manager Fred von Lohmann in seinem Blogeintrag. “Wir wollen nicht, dass unsere Suchergebnisse die Menschen auf Stellen im Netz lenken, wo die Urheberrechte verletzt werden.“ Um das Ausmaß der Löschungen deutlich zu machen, würden die wegen Copyright-Verletzungen entfernten Inhalte im “Transparency Report“ von Google erfasst. Dort waren zuvor vor allem die staatlich verfügten Löschungen dokumentiert worden.

Erinnern Sie sich noch an diese Google Doodles?

Google Doodle
Google ehrt am 23. April 2014 den deutschen Physiker und Nobelpreisträger Max Planck mit einem Google Doodle. Er wäre an diesem Tag 156 Jahre alt geworden. Das Google Doodle visualisiert Plancks wichtigste Entdeckung, die Formel "E=hv". © Google
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Google feiert den "Earth Day" am 22. April seit 2001 mit einem eigenen Google Doodle. 2014 stehen die Tiere im Mittelpunkt: Mehrere animierte Google Doodles zeigen zum Beispiel den Zimtkolibri, das Jemenchamäleon, den Mistkäfer oder die Ohrenqualle. Die Tiere wünschen den Usern "einen schönen Tag der Erde!". © Google
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Google feiert die Frühlingsanfang mit einem Google Doodle. Ein schwarzes Männchen mit Gieskanne lässt Bäume und Blumen erblühen. © Google
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Der amerikanischen Gorillaforscherin Dian Fossey hat Google ein Doodle gewidmet.  Sie wäre am 16. Januar 2014 82 Jahre alt geworden. © Google
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Feministin, Schriftstellerin und Philosophin war Simone de Beauvoir, die Google mit einem Doodle ehrt. © Google
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Den 155. Geburtstag der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf ehrt Google mit einem Nils Holgersson-Doodle. © Google
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Das Google Doodle am 10. Dezember 2012 ehrt Ada Lovelace, die als erste Programmiererin der Welt gilt. © Google
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Mit dieser Dampflokomotive auf der Startseite ehrt Google den Industriedesigner Raymond Loewy. © Google
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Das Google Doodle für das Mathegenie Shakuntala Devi. © Google
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Mit diesem Doodle überrascht Google seine Nutzer an Halloween: Eine Hexe lud zum Spielen ein. © Google
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Vor 216 Jahren gelang dem Franzosen André- Jacques Garnerin erstmals ein Fallschirmsprung. Dieses Jubiläum ehrt Google mit einer animierten Grafik. © Google
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Zum 169. Geburtstag von Friedrich Nietzsche ehrt Google den Philologen mit diesem Doodle. © Google
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Anlässlich seines 407. Geburtstages wird am 15. Juli 2013 das Kunst-Genie Rembrandt mit diesem Doodle geehrt. © Google (Screenshot)
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Der Screenshot zeigt das Google Doodle vom 25. Juni 2013. Es ehrt den spanischen Architekten Antoni Gaudi. © Google (Screenshot)
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Das Google-Doodle am 10. Juni ehrt den Kinderbuchmaler Maurice Sendak. © Google (Screenshot)
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Das Google Doodle am 31. Mai ehrt Julius Richard Petri, dem Erfinder der nach ihmn benannten Petrischale. © Google (Screenshot)
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Das Google-Doodle am 8. Mai ehrt den Grafikdesigner und Filmemacher Saul Bass, der zahlreiche internationale Fimvorspänne und Firmenlogos entworfen hat. © Google
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Das Google Doodle am 22. April erinnert an den Earth Day. © Google
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Zum 200. Geburtstag von Grimms Märchen erzählt ein Google Doodle die Geschichte von Rotkäppchen. © Google
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Das Google Doodle am 15.4.2013 ehrt den Schweizer Mathematiker Leonhard Euler. Das Rechen-Genie wäre heute 306 Jahre alt geworden.  © Google
Das Google Doodle am 3. April 2013 ehrt den Architekten und Designer Henry van de Velde. Er wäre an diesem Tag 150 Jahre alt geworden. © Google
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Das Google Doodle am 2. April 2013 ehrt die Naturforscherin und Künstlerin Maria Sibylla Merian. Sie wäre an diesem Tag 366 Jahre alt geworden. © Google
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Das Google Doodle am 19. Februar ehrt den Astronom Nikolaus Kopernikus. Er wurde an diesem Tag im Jahr 1473 geboren. © Google
Das Google Doodle am Valentinstag, 14. Februar 2013, ehrt den Erfinder des Riesenrades, George Washington Gale Ferris. © Google
Beim Google Doodle zu Ehren des Erfinders der Eisbearbeitungsmaschine, Frank Zamboni, kann man sich als Eispräparator versuchen. © Google
Das Google-Doodle zum 410. Geburtstag von Otto von Guericke. © Google
Das Google Doodle zum 172. Geburtstag von Auguste Rodin. © Google
Zum 46-jährigen Jubiläum der ersten Ausstrahlung von Star Trek: Raumschiff Enterprise schenkt Google der Serie ein eigenes Doodle © Google
Zur Erinnerung an den 78. Geburtstag des Synthesizer-Erfinders Robert Moog gibt es ein Google Doodle, mit dem die Internet-Nutzer eine eigene Melodie komponieren können. © Google
Der Erfinder des Reißverschlusses bekommt zu seinem 132. Geburtstag ein eigenes Google Doodle: Gideon Sundbäck © Google
Zum 126. Geburtstag von Ludwig Mies van der Rohe ehrt Google den Architen mit einem eigenen Doodle. © Google
Juan Gris, einer der Vertreter des synthetischen Kubismus, bekommt an seinem Geburtstag auch ein eigenes Google Doodle. © Google
Zum Fühlingsanfang am 20. März sind die Buchstaben des Google Doodles bunt leuchtende Blumen. © Google
Ein Google Doodle erinnert an den Beginn des neuen Jahres im Persischen Kalender. © Google
Ein Google Doodle zum Unabhängigkeitstag in Tunesien am 20. März. © Google
Am 19. März wurde die Sydney Harbour Bridge 80 Jahre alt - dafür gibt's ein Google Doodle. © Google
Das Google Doodle am 17. März erinnert an den St. Parick's Day. © Google
Ein Google Doodle zum 120. Geburtstag des peruanischen Dichters und Schriftstellers Cesar Vallejo. © Google
Der ungarische Nationalfeiertag am 15. März erhält ebenfalls ein Google Doodle. © Google
Zum Weltfrauentag am 8. März gibt es ein verändertes Logo - ein Google Doodle. © Google
Das Google-Doodle zu Halloween. © Google
Bunt leuchtet das Google-Logo am 6. März, dem Unabhängigkeitstag in Ghana. © Google
Am 19. Februar erinnert dieses Google Doodle an die Malerin Gabriele Münter. © Google
Einen Tag vor dem Internationalen Frauentag am 8. März widmet Google ein Doodle den Frauen. © Google

Der Suchmaschinengigant bietet Rechte-Inhabern ein Verfahren an, mit dem Verstöße gegen das Urheberrecht gemeldet und unterbunden werden können. Ob dieses Prozedere ausreicht, gegen Copyright-Verletzungen im Internet vorzugehen, ist allerdings umstritten. Verlegerverbände und Musikverwerter wie die deutsche Gema hatten dem Internet-Konzern in der Vergangenheit immer wieder vorgeworfen, zu wenig gegen Inhalte-Klau im Netz zu unternehmen und finanziell von Verstößen gegen das Urheberrecht zu profitieren.

Google betonte nun, die aktuellen Zahlen belegten, dass die Benachrichtigungen der Rechte-Inhaber über mögliche Urheberrechtsverletzungen konsequent geprüft würden. Anfragen würden durchschnittlich innerhalb von elf Stunden bearbeitet. Bei bekannten Organisationen, die den Status eines “vertrauenswürdigen Partners“ hätten, betrage dieser Zeitraum sogar nur sieben Stunden. Anfragen von Firmen und Organisationen wie Microsoft, NBC Universal oder dem Verband der US-Musikindustrie RIAA machten dem Löwenanteil aus.

Google wies zugleich darauf hin, dass nicht jede Anfrage zur Löschung von Inhalten gerechtfertigt sei. So habe eine Fahrschule in Großbritannien den Ausschluss der Homepage eines Wettbewerbers aus dem Google-Index verlangt, nur weil dort auch eine alphabetisch sortierte Ortsliste zu finden war.

dpa

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