Nordhessen wie im Videospiel: Google Maps erlaubt sich Aprilscherz

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Nordhessen wie im Spiel: Google Maps sieht am 1. April so aus wie die Videospiele der 90er-Jahre.

Kassel. Statt als hochauflösende Weltkarte präsentiert sich Google Maps heute in nostalgischem Gewand: Alles ist im Stil eines Videospiels aus den 90er-Jahren gehalten. So stellen grobpixelige Berge in unseren Breiten den Harz dar und die A7 wird zum Lehmpfad. Die neue Welt lädt zur Entdeckungstour ein.

Städte wie Bad Wildungen, Kassel oder Göttingen verwandeln sich nun bei Google Maps in prächtige Schlösser. Und trotz der Klötzchen-Optik sind Kaufunger Wald, Fulda und Edersee gut zu erkennen. Nicht zu vergessen die Autobahnen 7, 44 und 49, die allerdings eher einem Trampelpfad aus Lehm gleichen.

Ausprobieren: Google Maps in der Videospiel-Optik

Bis auf die Nostalgie-Optik verhält sich Google Maps genauso wie sonst. Man kann weiterhin beliebig in die Karte hineinzoomen oder den Ausschnitt verändern. Auch die Routenplanung kalkuliert noch mit der Reisegeschwindigkeit eines Pkw und nicht einer Kutsche oder eines Ritters. Die Option "Street View" nutzt man allerdings stilecht mit einem Wikinger.

So oder so: Es bietet sich eine Welt, die ganz neu und gleichzeitig doch sehr vertraut erscheint. Ihre Ästhetik entstammt einer Generation von stilprägenden Computerspielen wie Civilization oder Colonization. Es war eine Zeit, in der die Spieler noch sehr viel Fantasie benötigten, um trotz Pixel-Optik tief in der Spielwelt zu versinken.

Wenn Fregatten in Kassel vor Anker gehen

Bei dem ein oder anderen werden sich heute wohl auch nostalgische Gefühle einstellen – und der Wunsch, wie damals loszulegen: etwa seine Fregatten über die Fulda schippern zu lassen und damit in Kassel vor Anker zu gehen. Doch das geht trotz nostalgischer Google-Maps-Optik genauso wenig wie eine Veränderung der Welt. Eine Festung in Immenhausen zu errichten oder die Strecke zwischen Melsungen und Grebenstein zur Heerstraße auszubauen, bleibt in der virtuellen Welt ein Wunschtraum. Aber wer weiß, was sich Google bis zum nächsten April noch ausdenkt.

Von Philipp David Pries

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