Mitschnitte aus WLAN-Netzwerken

Millionen-Strafe für Google wegen Datenverstoß

+
Google beteuert, die Daten nie kommerziell ausgewertet zu haben.

New York - Google muss wegen des unberechtigten Mitschnitts von Daten aus WLAN-Netzwerken durch seine Street-View-Kamerawagen 7 Millionen Dollar berappen (5,4 Mio Euro).

Auf die Zahlung einigte sich der Internetkonzern mit den Generalstaatsanwälten von 38 US-Bundesstaaten. Damit endeten am Dienstag rund zweijährige Untersuchungen. Auch in Deutschland war Google wegen der Aufzeichnungen ins Visier der Behörden geraten.

„Verbraucher haben eine berechtigte Erwartung von Privatsphäre“, erklärte der federführende Staatsanwalt aus Connecticut, George Jepsen. Der Vergleich stelle sicher, dass Google in der Zukunft keine ähnlichen Taktiken mehr anwende, um ohne Zustimmung an persönliche Daten zu gelangen. Das Unternehmen habe sich unter anderem verpflichtet, seine Mitarbeiter entsprechend zu schulen.

Google Street View: Kurioses aus Deutschland und aller Welt

Der nackte Mann im Kofferraum machte bundesweit Schlagzeilen: Google hatte zunächst nur den Hund gepixelt © 
Auferstanden aus Ruinen: Das Stadtarchiv in Köln nahm im März 2009 ein unrühmliches Ende, als es nach Tunnelbohrungen einstürzte. Auf den Street-View-Bildern steht das Gebäude allerdings noch. Googles Kamerawagen ware bereits seit August 2008 unterwegs. Daher stammen einige der Aufnahmen aus früheren - und in diesem Fall besseren - Zeiten. © Google Street View
Notalgie in Stuttgart: Beim virtuellen Spaziergang durch die baden- württembergische Landeshauptstadt kommt vor allem bei Gegnern des Bahnprojekts Stuttgart 21 Nostalgie hoch: Der unter heftigen Protesten im August und September abgerissene Nordflügel des denkmalgeschützter Bahnhofs ist noch in Gänze zu bewundern - ohne Bauzaun und Bagger. Das umstrittene Bahnprojekt sieht vor, den Bahnhof für mindestens 4,1 Milliarden Euro in eine unterirdische Durchgangsstation umzubauen und an die Schnellbahntrasse nach Ulm anzuschließen. Vom Bauwerk aus den 20er Jahren soll nur noch das Kerngebäude bestehen bleiben. © Google Street View
Kuriose "Prostituierten-Sammlung": Der Internetdienst 'Doxy Spotting' hat es sich zum Ziel gesetzt, Prostituierte aus aller Welt aus Google Street View zu sammeln. Auch aus Deutschland sind die ersten mit dabei. Unter diesem Foto hier steht "Prostituierte mit großen T*tten" © Google Street View
Die erste Prostituierte aus München, die bei dem Dienst verzeichnet ist - sie wartet an der Freisinger Landstraße auf Kunden © Google Street View
Zwei leichte Damen in Berlin - ebenfalls bei "Doxy Spotting" verzeichnet © Google Street View
Eine Prostituierte auf dem Weg zur Arbeit? - ebenfalls bei "Doxy Spotting" verzeichnet © Google Street View
Rotlichtviertel als Hotspot: Auch auf der Brühler Landstraße in Köln tummeln sich die leichten Damen - und auch jede Menge Voyeure via Google Street View © Google Street View
Probleme mit Plakaten: Die Gesichter von Passanten will Google automatisch verpixeln. Zwischen einem leibhaftigen Mensch und dem Abbild auf einem Plakat kann der Filter aber offenbar nur schwer unterscheiden. Deswegen ist der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Christian Carstensen auf seinem Wahlkampf-Mobil gesichtslos. Am Dortmunder Westfalenstadion lächeln einige der BVB-Fußballer unverpixelt vom Plakat, andere haben einen verschwommen Flecken statt eines Kopfes. Bei Tieren ist Google großzügiger: Hunde werden nicht gepixelt. © Google Street View
Graues aus dem Rotlichtviertel: Frauen und Jugendliche dürfen die berüchtigte Herbertstraße in Hamburgs Rotlichtviertel St. Pauli nicht betreten, auch das Street-View-Auto musste vor dem Zaun halt machen. Wer einen Blick darüber werfen will, kann sich mit Bildern aus Googles Fotodienst Panoramio behelfen, die im Street-View-Modus oben links eingeblendet werden - viel zu sehen ist allerdings nicht. Überhaupt scheinen sich die Bewohner des Rotlichtviertels besonders um ihre Privatsphäre zu sorgen: Zahlreiche Häuser sind grau verpixelt. © Google Street View
Freud und Leid bei Google: Dass Google-Mitarbeiter vor der Deutschland-Zentrale im Hamburg winkend am Straßenrand stehen, ist keine Überraschung. In München ist das Büro des Internet-Riesen allerdings verpixelt. Ein anderer Mieter habe das beantragt, bedauert Google-Sprecher Stefan Keuchel via Twitter. Dessen Sorge nehme man natürlich ernst. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Spaß oder eine ernsthafte Schlägerei? © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Die Polizei in England auf Streife. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Sitzt alles am rechten Fleck? © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Klares Zeichen: Dieser Passant ist kein Google-Fan. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Hier wurde wohl ein Paar getraut. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Sonnenbad am Campingplatz. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Diesen Parkplatz bewacht ein Dino. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Zweisamkeit - aber nicht ungestört. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Dieses Auto ist auf der Strecke geblieben. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Kurz vor dem Google-Auto war wohl hier die Feuerwehr im Einsatz. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Auch diese zwei Frauen werden von der Kamera entdeckt. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Wer hat hier seinen Zigaretten-Stummel auf die Straße geworfen? © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Ein Auto im Straßengraben. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Vorsicht: Schwertransporter. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Erleichterung in letzter Sekunde. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Falsch abgebogen? Das Google-Auto mitten in einer Militär-Übung. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
So geheim ist der "Secret  Nuclear Bunker" (Geheimer Nuklear-Bunker) nicht. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Eine Möwe auf Kollisionskurs. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Sind das Wayne und Garth aus dem Kino-Film "Waynes World"? © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Gewagte Aussichten. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Diese Herren zeigen, wo ihnen Google Streetview vorbei gehen kann. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Auch Superheld brauchen einen Mittagsschlaf. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Eine Junggesellenabschiedsparty in England. Der Bräutigam (ganz recht) wird sich über das Beweisfoto freuen. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Hier war das Google-Auto offenbar zu schnell unterwegs. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Hat dieser Mann seinen Gürtel vergessen? © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Ein schmutziger Job - aber einer muss ihn machen. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Schildkröte im Anmarsch. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Wenig Platz für einen leidenschaftlichen Sammler. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Und auch dieser Vorgarten quillt über. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Plastik-Storch vermiest die Aussicht. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Schlechte Sicht für den Fahrer. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Im Kreisverkehr nicht die Orientierung verlieren. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
In Norwegen protestieren die Menschen auch mal mit Harpunen gegen Streetview. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Vom richtigen Weg abgekommen. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Betrunkene Hexe? © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Dieser Mann braucht einen Abschleppwagen. © Google Street View
Google Street View: So kurios ist die Welt
Dieser Hausbesitzer wollten den Beton-Giganten nicht weichen. © Google Street View

Die Kameraautos, die Aufnahmen für den Google-Straßenatlas Street View machten, fingen von 2008 bis 2010 auch unverschlüsselte Informationen aus WLAN-Netzen auf, die auf dem Weg lagen. Google sprach zunächst von einem Versehen, bei dem nur Datensplitter gespeichert worden seien. Bei einer ausführlichen Prüfung wurden aber teilweise auch E-Mails und andere Inhalte gefunden. Google hatte betont, die Daten seien nie kommerziell ausgewertet worden.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.