Hacker bevorzugen die Finanzbranche

Berlin - Die meisten Hacker-Angriffe auf digitale Daten richten sich nach einer Studie aus den USA gegen die Finanzbranche. Jede dritte Attacke hat eine Bank oder ein anderes Finanzinstitut zum Ziel.

Das geht aus dem “Dateneinbruchsreport 2010“ des amerikanischen Telekommunikationsunternehmens Verizon hervorgeht. “Der Diebstahl von digitalem Geld in Informationssystemen anstatt in Tresoren ist im Grunde nur eine weniger primitive Form des Bankraubs“, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht.

Die erstmals gemeinsam mit dem US-Geheimdienst USSS erstellte Studie zur Cyberkriminalität wertet mehr als 900 bestätigte Fälle in 22 Ländern aus, darunter auch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dabei waren mehr als 900 Millionen Datensätze betroffen. Die häufigste Angriffsmethode war der Missbrauch von Zugangsdaten für ein Unternehmensnetz. Die Verfasser der Studie stellten fest, dass die Gesamtzahl der untersuchten Datendiebstähle rückläufig war.

Die Tricks der Daten-Hacker

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Als möglichen Grund nennt die Studie eine bessere Effizienz in der Strafverfolgung. “Der Rückgang der Datenverletzungen signalisiert, dass wir im Kampf gegen Cyberkriminalität an Boden gewinnen“, erklärte Verizon-Manager Peter Tippett. Bei den Angriffszielen folgen nach den Finanzdienstleistungen (33 Prozent) die Gastronomie (23 Prozent) und der Einzelhandel (15 Prozent). Nur jeweils 4 Prozent der untersuchten Attacken richten sich gegen Regierungen und Medien.

dpa

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