Nasser Teppich, Alkohol im Blut und Hunderttausende Artikel – eine Online-Bilanz

20 Jahre HNA.de: Um 9.05 Uhr kommen die meisten

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Was unsere Region bewegt: Die dargestellten Begriffe, Orte und Personen haben in den vergangenen Jahren eine maßgebliche Rolle gespielt. Eine Auswahl haben wir als Wortwolke dargestellt.

Jeden Tag besuchen Hundertausende die Website HNA.de. Und seit 20 Jahren arbeiten wir mit wachsender Belegschaft daran, täglich ein interessantes Angebot für die Region zu machen.

Insgesamt steigen die Zugriffszahlen stetig – aber hinter den Kulissen läuft natürlich auch nicht alles glatt. Ein Blick auf das Online-Geschehen mit einem Augenzwinkern.

1 Teilnehmer, wirklich nur einen Teilnehmer hatte vor einiger Zeit eines unserer Gewinnspiele. Bei diesem bestand der Hauptpreis aus einer Packung WM-Fruchtgummis.

2,6 Millionen Besucher rufen derzeit jeden Monat HNA.de auf. Die überragende Mehrheit kommt regelmäßig wieder auf die Seite.

6 Top-Artikel, die in den vergangenen Jahren am häufigsten gelesen wurden: die Kommunalwahlen 2016, ein Kriminalfall in Ottrau, ein WhatsApp-Kettenbrief, das Abkochgebot beim Trinkwasser in Kassel und der Wahlsieg von Donald Trump.

7,6 Promille Alkohol im Blut hatte die Online-Redaktion Anfang des Jahres. Natürlich nur alle acht Teilnehmer zusammen. Dahinter steckte ein wissenschaftlich begleitetes Experiment für einen Artikel: Wie fühlt man sich mit einem bestimmten Pegel? Und wer kann danach noch laufen?

9.05 Uhr ist die Zeit, an der am meisten Besucher auf HNA.de unterwegs sind. Das zeigen unsere anonymisierten Statistiken.

14 Quadratmeter Teppichboden wurden vor einigen Jahren in der Online-Redaktion überflutet. Der Grund: Ein Handwerker hatte einen nur vermeintlich leeren Schacht in der Decke geöffnet.

17 Mitarbeiter hat die Online-Redaktion derzeit. Mit zweien ging es 1998 los.

320 Tage Lebenszeit haben unsere Besucher insgesamt mit der Lektüre des absoluten Top-Artikels über den Blutdrucksenker Valsartan investiert. Ein einziger Mensch hätte also fast ein ganzes Jahr lang nichts anderes machen können.

14.324 Konfetti-Schnipsel haben wir vor einigen Jahren in die Luft geschossen, um ein Jubiläum bei den Facebook-Fans zu feiern. Diese Anzahl ist natürlich nur geschätzt. Eine andere Zahl ist aber verbürgt: Eine Stunde hat es gedauert, alles wegzusaugen.

410.476 Artikel sind seit dem Jahr 2010 auf HNA.de online veröffentlicht worden. Das entspricht ungefähr 130 Artikeln pro Tag. Und ja, die wurden alle gelesen. Und vorher von einem der HNA-Autoren auch geschrieben.

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Hintergrund: Nutzer kommentieren Artikel auf HNA.de und bei Facebook

Diskussion und Interaktion? Erwünscht. Meinung? Bitte sehr! Wir suchen den Austausch, liebe Nutzer, und freuen uns über Kritik, Anregungen und einen sachlichen Dialog untereinander. Dazu gibt es auf HNA.de eine Kommentarfunktion. Noch weitaus intensiver als im hauseigenen Portal werden unsere Inhalte im sozialen Netzwerk Facebook diskutiert. So findet sich auf verschiedenen Plattformen eine Vielfalt an Standpunkten, die zeigt, wie vielfältig auch unsere Leserschaft ist.

Aber: Die Moderation einer solch großen Community ist nicht leicht und zudem sehr zeitintensiv – bis zu 1000 Kommentare werden täglich allein auf HNA.de abgegeben. Über die Jahre, mit zunehmender Nutzung, hat das auch dazu geführt, dass wir die Menge der kommentierbaren Artikel einschränken mussten und eine Vormoderation praktizieren.

Wir sind nicht das einzige Angebot, das solche Maßnahmen ergriffen hat. Jüngstes Beispiel ist die Deutsche Welle, wo erst in diesem Monat die Kommentarfunktion fast gänzlich abgeschaltet wurde. Die Menge an Beiträgen, die ein Niveau erreicht hätten, das mit einem konstruktiven Meinungsaustausch nichts mehr zu tun habe, sei zu groß geworden, begründet Chefredakteurin Ines Pohl diesen drastischen Schritt. Im Bewusstsein, diejenigen Nutzer zu verärgern, „die engagiert und lebendig die Argumentation unserer Kommentatoren hinterfragt haben“.

Ähnliche Erfahrungen machen digitale Nachrichtenangebote in ganz Deutschland. Wir beschlossen deswegen bereits vor Jahren, Kommentierungen zu Blaulichtthemen wie Unfällen zu deaktivieren. Auch Meldungen externer Agenturen wie unserer Zentralredaktion und der Deutschen Presse-Agentur sind in der Regel nicht für Nutzerbeiträge freigegeben. Stattdessen fokussieren wir uns auf regionale Schwerpunktthemen und wo die Autoren auch direkt selbst reagieren können.

Immer wieder wird uns deswegen Zensur vorgeworfen. Aus anderen Gründen auch Parteilichkeit oder das vermeintliche Totschweigen anderer Meinungen, wenn bestimmte Kommentare nicht freigegeben werden. Aber: Wir versuchen, objektiv zu bleiben, und haben dazu eine Netiquette erstellt. In ihr erklären wir, welche Kommentare zulässig sind und welche nicht. Denn die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, aber das Internet deswegen kein rechtsfreier Raum. Zudem wünschen wir uns als Gastgeber eine sachliche und konstruktive Diskussion, in der sich Nutzer nicht gegenseitig hochschaukeln und darüber das eigentliche Thema aus den Augen verlieren.

Natürlich sind unsere Einschätzungen nicht immer fehlerfrei oder frei von Missverständnissen. Bitte kontaktieren Sie uns via online@hna.de, um uns solche Fälle mitzuteilen.

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Hintergrund: Kurze Umfrage führt zum HNA-Artikel

Immer mehr Nachrichtenportale setzen auf kostenpflichtige Inhalte. HNA.de nicht. Unsere Inhalte sind frei verfügbar, Abonnenten profitieren zudem von Extras wie ePaper und Zeitungsarchiv.

Trotzdem muss sich ein so großes Portal auch digital finanzieren. Deswegen ist auf HNA.de Werbung integriert. Dazu gehört auch eine Umfrage, die Google Consumer Survey (CGS). Bei ihr handelt es sich im Grunde um eine alternative Zahlungsform. Besucher werden bei manchen Artikeln aufgefordert, wenige Fragen zu beantworten, um sich den Zugriff freizuschalten. Jeder, der nicht teilnehmen will, kann dies überspringen. Dann allerdings taucht die CGS öfter auf – und muss öfter weggeklickt werden.

Im Grunde bleibt also alles komplett kostenlos. Nur manchmal führt eben erst ein Klick mehr zum Ziel. Die CGS ist komplett anonymisiert, es werden keine persönlichen Daten weitergegeben.

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