"Stories"-Update

Instagram kupfert bei Snapchat ab - und steht dazu

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Das neue Instagram-Update erinnert stark an Snapchat.

München - Die Aufregung über das neue Instagram-Update war groß: Die Fotoplattform hat bei Snapchat abgekupfert und bietet mit der Stories-Funktion nun fast die gleichen Features an.

Wenigstens schmückt er sich nicht mit fremden Federn: Bei einem Pressetermin fragte ein Redakteur von "Techcrunch" den CEO von Instagram, Kevin Systrom, ob das neue "Stories"-Update der Fotoplattform nicht von Snapchat abgekupfert sei. "Total", gab Systrom zur Überraschung der Journalisten zu, "der ganze Verdienst gebührt Snapchat."

Das neue Instagram-Feature.

Am Mittwoch wurden die User mit einem neuen Instagram-Update überrascht. Snapchat bietet jetzt auch an, Bilder und Videos der persönlichen "Story" hinzuzufügen. Nach 24 Stunden werden sie automatisch gelöscht. Vorher kann man die Bilder bemalen und mit Smileys versehen. 

Das Update soll im Laufe der Woche für alle Betriebssysteme verfügbar sein. Die ersten Nutzer waren allerdings schon verwirrt: Genau die selben Funktionen kannten sie bereits von Snapchat.

Für das Update hat der CEO eine simple Erklärung. "Sechs Tage lang habe ich nichts gepostet", erklärt er gegenüber "Techcrunch". Sein Alltag wäre einfach nicht spannend genug für Instagram. Die Nutzer würden vorrangig Highlights posten - da wären alltägliche Dinge langweilig. Tatsächlich gibt es auch User, die ihre Posts wieder löschen, wenn sie nicht genug Likes bekommen haben. "Mit 'Stories' muss sich niemand Sorgen machen, er könnte zu viel posten", heißt es in der Ankündigung von Instagram

Es bleibt abzuwarten, wie fleißig die User die "Stories"-Funktion nutzen werden und wie Konkurrent Snapchat auf dieses Update reagiert. Systrom hat sich jedenfalls Bonuspunkte als "der ehrliche Mann im Silicon Valley" gesichert. Und ein bisschen Lob kam auch: Zumindest die Darstellung der "Stories"-Beiträge im Slideformat kommt gut an.

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